nicht wirklich komisch: „Was ihr wollt“ am Deutschen Theater Berlin

Eigentlich ist das Stück eine Steilvorlage für Witz, Spürsinn, Komik, Erotik. Dazu noch dieses großartige Ensemble vom Deutschen Theater Berlin. „Was ihr wollt“ – Premiere am 27. Februar 2015 – „so wie es dem Regisseur gefällt“

Regie Stefan Pucher, Bühne Barbara Ehnes, Kostüme Annabelle Witt, Musik Christopher Uhe, Video Chris Kondek, Phillip Hohenwarter, Dramaturgie Juliane Koepp
Besetzung: Andreas Döhler (Orsino, Herzog von Illyrien / Antonio, Sebastians Begleiter), Katharina Marie Schubert (Viola (‚Cesario‘) / Sebastian), Christoph Franken (Sir Toby Rülps, Olivias Onkel), Bernd Moss (Sir Andrew Backenfahl, Sir Tobys Kumpan), Wolfram Koch (Malvolio, Olivias Haushofmeister), Margit Bendokat (Narr / Polizist), Susanne Wolff (Olivia, eine reiche Gräfin / Kapitän, Violas Begleiter), Anita Vulesica (Maria, Olivias Kammermädchen), Michael Mühlhaus (Musiker), Masha Qrella (Musiker)

Bilder © Frank Wesner

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Best Exotic Marigold Hotel 2 – ab 02.04.2015 im Kino

Best Exotic Marigold Hotel 2 20150312 Kino - Plakat ab April 2Das Leben ist ein Abenteuer
Die Charaktere der Romanvorlage leben erneut auf. In der Fortsetzung „Best Exotic Marigold Hotel 2“ soll das Konzept des Altersruhesitzes auf eine zweite Departdance erweitert werden. Doch das Geld fehlt und ein Investor will heimlich jemanden schicken. Der jugendliche Hotelleiter, der dabei fast seine eigene Hochzeit riskiert, macht vieles falsch und bekommt kaum mit, was die andere, ältere Generation möchte: die will leben und ausprobieren.

Ein gelungener Film, der Mut macht. Aber große, beeindruckende Szenen fehlen. Dafür spielt ein ausgezeichnetes Spielerensemble die vielen Geschichtchen mit den bissig knappen Weisheiten. Das ist dann großes Kino.

Regie: John Madden; Drehbuch: Ol Parker; mit Judi Dench, Maggie Smith, Bill Nighy, Celia Imrie, Penelope Wilton, Ronald Pickup, Diana Hardcastle, Tena Desae, Dev Patel, Lillete Dubey, David Strathairn and Richard Gere

Best Exotic Marigold Hotel 2 20150312 Kino - englisches Banner

Big Eyes – ab 23. April 2015 im Kino

Big Eyes 20150423 Kino - Plakat mit Golden Globe GewinnNeugBig Eyes 20150423 Kino - Schriftzugquadratierige Blicke
Eine wahre Geschichte von traurigen Augen in leuchtenden Pastellfarben auf der Kinoleinwand eingefangen. Tim Burton überzeichnet nur in einer einzigen Szene und setzt ansonsten ein amerikanisches Sittenbild der 1960er Jahre um. Etwas erstaunlich. Aber es gelingt ein Portrait einer unterdrückten Frau, die sich in der Ehe nicht wert, dass ihr neuer Ehemann mit Verkaufstalent den ganzen Ruhm für die von ihr gemalten Bilder mit den großen Augen für sich beansprucht.
Prächtig erzählt und ganz klar auf das ungleiche Paar bezogen. Über die Gesellschaft rundherum wird etwas wenig skizziert – außer, dass Menschen Vermarktungsstrategien und Bildartikel auf den Leim gehen. Da wäre doch mehr drin gewesen, warum Kitsch mehr kann und die Menschen so positiv anspricht.
Amy Adams und Christoph Waltz lassen beide tief in die Nöte ihrer Figuren blicken, wodurch die 106 Minuten spannend bleiben.
Ein gelungener, fast dokumentarischer Film mit viel Emotionen, wenn auch ohne verstörende Ästhetik oder ohne beeindruckende Schlüsselszenen. Aber ein Blick durchs Schlüsselloch auf den undurchsichtigen Kunstmarkt.
„Die Augen sind die Fenster zur Seele“

Big Eyes 20150423 Kino - Banner

27.02.15 – 6 P

Toi.Toi.Toi heute zum Kurt-Weill-Fest 2015 nach Dessau, Straubing, München, Berlin, Meiningen, Leipzig und Wien.
In Dessau für das Kurt-Weill-Fest 2015 mit dem Eröffnungskonzert „Johnny Johnson“ im Anhaltischen Theater Dessau, in Straubing „Sunset Boulevard“ im Theater Am Hagen Straubing (Crazy Musical Company e.V.; Regie: Andreas Wiedermann, Musikalische Leitung: Martin Wutz, Choreographie: Annette Vogel; mit Stephanie Lorenz, Christian Schöne, Matthias Spandl, Hanna Turowski, Daniel Edenhofer u.a.), in München das neue „Applaus Applaus – Musical-Dinner“ im Theater Drehleier, in Berlin unlustige Premiere „Was ihr wollt“ im Deutschen Theater (Regie: Stefan Pucher), in Meiningen eine „Fledermaus“ (Regie: Joachim Schamberger), in Leipzig Auftakt zur Konzerttournee von Pia Douwes und Uwe Kröger, in Wien spielen neue Hauptdarsteller Cornelia Mooswalder & Vincent Bueno in „Mamma Mia!“ für eine kurze Zeit
und herzlichen Glückwunsch an die 83jährige Tanzpreispreisträgerin Georgette Tsinguirides (geboren am 27.02.1932), mit der ich die Ehre hatte, einmal zusammenzuarbeiten, und sie so wunderbar energetisch ansteckend war.

26.02.15 – 1 UA – 4 P – Kino

Toi.Toi.Toi heute doppelt nach Bremen und Berlin sowie nach Essen.
In Bremen Premiere „Im weißen Rössl“ im Theater am Goetheplatz (Regie: Sebastian Kreyer, Musikalische Leitung: Daniel Mayr), in Bremen Premiere „Höchste Zeit“ auf dem Theaterschiff (Regie: Karsten Engelhardt, mit Suzanne Andres, Annic-Barbara Fenske, Annette Mayer und Sema Mutlu), in Berlin Neu-Premiere „Breakin‘ Mozart“ im Wintergarten,
in Berlin Neu-Uraufführung „Macbeth. Nach Verdi“ im Studio der Neuköllner Oper ( https://alleseintheater.wordpress.com/2015/02/25/bilder-zu-macbeth-nach-verdi-urauffuhrung-26-februar-2015-im-studio-der-neukollner-oper-berlin ), in Berlin Beginn der Voraufführungen „Dummy Lab“ im Chamäleon und in Essen Tour-Neu-Premiere „Elisabeth“ im Colosseum (La Belle Musical / Semmel Concerts).

Heute Kinostart von „Als wir träumten“, „Stopping“ (Wege zur Meditation), „Asterix im Land der Götter“ (3D)
https://alleseintheater.wordpress.com/2015/02/20/als-wir-traumten-ab-26-februar-2015-im-kino/
https://alleseintheater.wordpress.com/2015/02/17/asterix-im-land-der-gotter-ab-26-februar-2015-im-kino/

Bilder zu: Macbeth. Nach Verdi. – Uraufführung 26. Februar 2015 im Studio der Neuköllner Oper Berlin

Was geschieht, wenn das blutige Dunkel der (Ohn)macht sich in so wunderbare Musik kleidet wie in Verdis Macbeth, das untersucht die junge Regisseurin Julia Lwowski und geht mit ihrem Team, drei Sängern und zwei Musikern auf eine bildreiche, expressive Reise.
 Macbeth - Nach Verdi 20150224 000 Neuköllner Oper Berlin - Studio (c) Frank Wesner_
Macbeth. Nach Verdi.
Uraufführung  26. Februar 2015 im Stud
io der Neuköllner Oper Berlin

Inszenierung/Fassung: Julia Lwowski
Arrangement/Musikalische Leitung: Nadezda Tseluykina
Bühne und Kostüm: Yassu Yabara
Dramaturgie/Fassung: Marion Meyer
Video: Franziska Kronfoth
Mit: Yuka Yanagihara, Rainer Scheerer, Franziska Kronfoth sowie Roman Lemberg, Nadezda Tseluykina

Bilder: © Frank Wesner

Cinderella – ab 12. März 2015 im Kino

Große GüteCINDE_003B_G_DEU-DE_84.1x118.9.indd

Disney versucht den Spagat zwischen Erwartungshaltung, Konformität und Zeitenwandel. Neben den zahlreichen Märchenverfilmungen durfte Kenneth Branagh sich auf die Suche nach den Motivationen der Figuren begeben. Das gelingt durchaus ausschweifend, wenn auch die schlussendliche Schuhprobe ganz ohne Zehen- oder Hacken-Abschneiden auskommt. Jeglicher Subtext und psychologischen Gleichnisse eines Märchens werden außen vor gelassen.
Dafür gibt es 105 Minuten moderne Opulenz und orientiert sich dabei optisch und inhaltlich an dem gleichnamigen Zeichentrickfilm von 1950. Jegliche Animationen von durchgängig erscheinenden (und nicht sprechenden) Mäusen fügen sich nahtlos in die Szenen ein. Damit es mächtig funkeln kann, wurden Grundlagen mit Swarowski-Kristallen fast überall geschaffen. Nicht nur die „bequemen“ Glaspöms strahlen im Licht. Dass das nicht ausschließlich animiert wurde, ist überraschend.
Cinderella 20150312 Kino - Schuh QuadratDie Darsteller spielen mit innerer Ruhe geradeaus die einfachen Konflikte. Die Auseinandersetzung Ella (Lily James) und Stiefmutter (Cate Blanchett) rückt in den Vordergrund. Warum aber die eher von der Welt entrückte Ella so fantastisch den Hoftanz mit Prinz Kit (Richard Madden) kann, wird dann aber doch nicht beantwortet. Sehr schade.
Dafür ist die klare Botschaft mehrfach deutlich ausgesprochen: „Have courage and be kind“ – „Habe Mut und sei herzlich“.
In Deutschland wächst die Jugend mit der „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“-Verfilmung auf, die teilweise im Schloss Moritzburg westlich von Dresden 1973 gedreht wurde. Nun diente der Dresdner Zwinger dem britschen Filmteam als Vorlage für die hauptsächlich animierte Schlossanlage und Fassade. Was für eine zauberhafte Verbindung.

Zum Film gibt es eine Wander-Ausstellung mit Kostümen und Requisiten etc. Die Premiere fand am 13. Februar 2015 bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin statt. Kinostart am 12. März 2015 einen Tag vor Amerika.

Cinderella 20150312 Kino - Banner