Mona Lisas lebendiges Lächeln – Fotos zur Uraufführung

„Der Raub der Mona Lisa“ als musikalische Krimikomödie nach einer wahren Geschichte
Um Leonardo da Vincis berühmtes Bild „Mona Lisa“ (auch bekannt als „La Gioconda“ oder „La Joconde“) ranken sich viele Geheimnisse. Nicht zuletzt befeuerte 1911 der Diebstahl des Gemäldes aus dem Pariser Louvre diverse Theorien, zumal die Mona Lisa zwei Jahre lang verschollen blieb, um dann 1913 in Florenz wieder aufzutauchen.

„Der Raub der Mona Lisa“ – Uraufführung am Freitag, 28. August 2015, Kleines Theater am Südwestkorso in Berlin-Friedenau

Buch und Regie: Klaus Seiffert, Komposition und musikalische Leitung: Matthias Binner, Bühnenbild: Norman Zechowski, Kostüme: Wiebke Horn
Mit Katharina Abt / Katharina Hierl, Erwin Bruhn, Roland Avenard, Janko Danailow / Michael Chadim

© Frank Wesner

Advertisements

sensationelle Maske und Bilder

Ein kleiner Einblick in die neue Produktion „Nathan der Weise“ am Deutschen Theater Berlin gefällig?

Ich finde meine 632 Bilder wunderbar. Die Maske, Bühne etc. …

„Nathan der Weise“ – Premiere am 30. August 2015, Deutsches Theater Berlin
Regie Andreas Kriegenburg, Bühne Harald Thor, Kostüme Andrea Schraad, Dramaturgie Juliane Koepp; mit Elias Arens, Nina Gummich, Bernd Moss, Julia Nachtmann, Jörg Pose, Natali Seelig

© Frank Wesner

Schwer verdauliche Erkenntnisse – Dokumentation VOLL VERZUCKERT – THAT SUGAR FILM ab 29.Oktober 2015 im Kino

Die Thesen, Ergebnisse und Fragen dieser australischen Dokumentation werden Auswirkungen auf viele Lebensbereiche bis zur Industrie haben. Wieso? Weil in vielerlei Gestalt Zucker und seine Wirkungen beleuchtet wird. Teils mit drastischen Bildern, fast schon zu vielen.

„Zucker ist nicht böse. Aber es lebt sich wesentlich besser ohne ihn!“

Revolutionär würde ich den Film aber auch bezeichnen. Ob aber Sucht und Abhängigkeit wie mit Alkohol und Kokain gleichgestellt werden muss? Jedenfalls drastisch.

Eine historische Information hat mich umgehauen: In den 1970er tobte in der US-Ernährungsindustrie der Kampf von Fett gegen Zucker. Was von beiden ist das Schädliche? Fett verlor und seitdem essen wir „leicht“, „fett reduziert“ und gesund. Doch wenn das Fett aus dem Lebensmittel genommen wird, kommt Extrazucker und anderes Unnatürliches in das vermeintlich „gesunde“ Produkt. Gewonnen? Eher verloren!

In dem Ernährungsexperiment des Filmemachers ging es darum, NICHT Fast Food, Schokolade oder ähnliches zu essen. Sondern normale, gesunde Lebensmittel – und dabei den Zuckeranteil sichtbar zu machen. Mit abstoßenden Erkenntnissen.

Doch das am Ende selbst die Ernährungsexpertin eingestehen muss, dass das bisherige System mit den Kalorien unzureichend ist, ist schon ein HAMMER. Denn obwohl Sport getrieben wurde und die tägliche Kalorienaufnahme gezählt wurde, veränderte sich der Körper drastisch, der Bauchumfang nahm zu, die Leber verfettete. Im täglichen Essen war jetzt schlicht mehr Industriezucker versteckt!

So einfach, so schlimm. Und der Verbraucher wird absichtlich angelogen von der Nahrungswirtschaft, die Ärzte sind ungebildet und die Politik ahnungslos und verfettet. Bloß wie dem entfliehen? Vielleicht erst einmal mit Fragen und Wissen. Auf geht es!

Australische Dokumentation VOLL VERZUCKERT – THAT SUGAR FILM ab 29.Oktober 2015 mit 102 Minuten im Kino

Voll verzuckert - That Sugar Film

Voll verzuckert – That Sugar Film

Theaterdrama als schottischer Kriegsfilm – „Macbeth“ ab 29. Oktober 2015 neuverfilmt im Kino

Beeindruckender Film trotz allem, wenn auch kein Meisterstück. Shakespeares Texte in rauer Wirklichkeit und Vorzeit. Dreckig, blutig, kalt.

Doch leider zerfallen alle Texte zu endlosen Monologen. Wer will das selbst im Theater sehen – erst recht im Kino? Zu dem wird die Beziehung der Lady (Marion Cotillard) zu Macbeth (Michael Fassbender) im weiteren Verlauf immer mehr gestrichen, ihre Einflussnahme kaum spürbar, geschweige denn von einer gefährlichen Doppelspitze zu schreiben.

Interessant sind die Auftritte der vier Hexen im Nebel samt der gefallenen Krieger, die Macbeth ebenfalls prophezeien. Am Schluss brennt der eigentlich nicht vorhandene Wald und kommt so der Burg nahe. Und Macbeth und Macduff erstechen sich gegenseitig.

Als interessanter Ausblick bleibt, dass Duncans Sohn Malcolm (Jack Reynor finde ich spannend) sich wohl auf die Suche nach dem wieder entflohenen und hier als Kind auftretenden Banquo-Sohn Fleance macht …

Macbeth

Im Verleih von Studio Canal ab 29. Oktober 2015 im Kino mit 113 Minuten

Regie: Justin Kurzel, Drehbuch: Jacob Koskoff, Todd Louiso und Michael Lesslie, Kamera: Adam Arkapaw, Musik: Jed Kurzel (der Regisseur spielt Schlagwerke in den Studioaufnahmen)
mit Michael Fassbender als Macbeth, Marion Cotillard als Lady Macbeth, Paddy Considine als Banquo, Sean Harris als Macduff, Jack Reynor als Malcolm, David Thewlis als König Duncan

Macbeth ab 29. Oktober 2015 im Kino

Macbeth ab 29. Oktober 2015 im Kino

„Iván und die Frauen“ in Berlin

Spitzfindigkeiten find ick Spitze

Der Berliner mit dem französischen Vornamen Iván und stressender Mutter Elise hat so einiges erlebt, bevor er ganz unverhofft sein Glück in den Bergen gefunden hat. Kein Paar, aber sie leben zusammen. Moderne Beziehung!

Bei seiner Partnersuche singt sich der leidenschaftliche Cusch Jung begleitet vom schelmischen Keyboardkommentator Paul Hankinson durch Zeiten und Kontinente. Mal als Iván, mal als Mamá, mal als Dialogpartner, immer flott. Dabei werden viele Popsongs mit Frauen- und Männernamen kongenial für die Handlung verwendet. Doch auch die Instrumentierung oder auch der neue Rhythmus überrascht und verführt. Alles klingt immer neu, fast wie gerade erst erfunden. Das Miträtseln unterhält Kenner wie auch Genießer.

Die Geschichte, die der neue Chefregisseur der Musikalischen Komödie Leipzig sich erdacht hat, hat nach eigener Auskunft keinen biographischen Ursprung. Nur den Hund als Ersatz soll es gegeben haben – und unvergesslich wird dabei das lautmalerische Winseln des Pianisten.

Cusch Jung findet immer wieder die Balance zwischen spannendem Solo, Einbinden des Keyboarders und Interaktion mit dem Publikum. Dazu die multisexuelle Suche nach Liebe und Partnerschaft. Denn im zweiten Teil des Abends geht es u.a. nach San Francisco … Sehnsucht und Suche in der Großstadt. Plus kabarettistische Texte und gelungene Wortspielereien, die eine Freude sind, denen man nicht widerstehen kann und einfach spitz und Spitze sind.

17. bis 22. August 2015 bei den Stachelschweinen im Europa Center Berlin-Charlottenburg
mit Cusch Jung & Paul Hankinson

das war London im August 2015

Goodbye London. Im August 2015 alles geschafft, was es gab. Off West End war wieder besser als West End! 21 verschiedene Aufführungen in 12 Tagen. Manchmal gab es auch mehr als ein Flyer, der einzusammeln ist. Das Musicalarchiv freut sich. Eine Plastiktüte Musical-Merchandising gibt es oben drauf.
Manche Stücke waren schon wieder weg oder noch nicht da. Also öfters mal vorbei schauen?

alleseintheater.wordpress.com © Frank Wesner

Film lebendig – lieben, hassen und Musik machen – The Commitments im Palace Theatre London

Schön, dass ich es noch einmal zu „The Commitments“ ins Palace Theatre London geschafft habe. Den Film von 1990 über die Gründung und die Streitigkeiten einer Amateurband, die den Soul nach Dublin bringt, habe ich schon vergessen. Das Musical mit den zusammengewürfelten Hits läuft dann auch einfach stationsmäßig ab, ohne wirklich gutes Theater zu werden. Trotzdem eine gute gemachte Compilation, wo die Darsteller selbst die Musiker geben (plus 7 irgendwo versteckte …). Einzig Brian Gilligan begeistert wirklich, weil er als Deco was riskiert auf der Bühne.
Nach zwei Jahren (Premiere: 08.10.2013) werden die letzten beiden Sonntagsvorstellungen am 1. November 2015 sein.

Leider fühlte ich mich einmal mehr von den tkts und anderen Ticketverkäufern schlecht beraten. Der eine konnte nur das anbieten, der andere hatte nur Plätze dort. Jedenfalls war der dritte Rang geschlossen. Es gab also locker Upgrades zum Geldsparen. Immerhin habe ich mittig gesessen und nicht hinten im Parkett, wo man von der Bühne den oberen Teil nicht sieht.

Buch: Roddy Doyle / Regie: Jamie Lloyd / Bühnenbild: Soutra Gilmour / Licht-Design: Jon Clark / Sound-Design: Rory Madden / Choreographie: Ann Yee
Besetzung: Jimmy Rabbitte: Denis Grindel / Deco: Brian Gilligan / Imelda: Sarah O’Connor / Natalie: Natalie Hope / Bernie: Jessica Cervi / Joey ‘The Lips’: Anthony Hunt / Derek: Mark Dugdale / Billy: John Currivan / Dean: Andrew Linnie / James: Barnaby Southgate / Mickah: Sam Fordham / Outspan: John McLarnon / Jimmys Da: Sean Kerns / Jimmy’s Ma; Outspan’s Ma: Julia Worsley / Alice: Riona O’Connor / Ray etc.: Alex Tomkins / Hot Press: Thomas Snowdon / Ensemble: Fiona Carty / Padraig Dooney / Christopher Fry / Ryan Gibb / Mark Irwin / Daniel Lloyd / Peter Mooney / Hollie O’Donoghue / Amy Penston

The Commitments im Palace Theatre London

The Commitments im Palace Theatre London