Neues klingt so alt hergebracht: Memphis

„Memphis“ ist nicht meins. Die Liebesgeschichte zwischen dem weißen Radio-DJ Huey und der schwarzen Nachtclubsängerin Felicia im Memphis der 50er Jahre ist für mich zu vorhersehbar unspannend. Zudem darf der „nice guy“ nicht lesen können (armer Junge), immer rebellieren und alles richtig machen. Dabei ist Matt Cardle als Huey eine unbedarfte Sensation, der einfach was auf der Bühne wagt. Leider leider leider hat der junge Mann für die Bühne ein Tattoo-Problem: rechter Arm komplett bemalt – das ist zu viel Privates auf der Szene. Schade. Zu gerne hätte ich auch den alternierenden Huey (Jon Robyns) einmal gesehen. Beverley Knight als Felicia spielt und singt als schwarze stolze Soulsängerin super.

Wenn ich überlege, wie mehrschichtig „Hairspray“ mit dem Thema der rassenüberwindenen Liebe zur Musik umgegangen ist und im selben Theater gespielt wurde, ist „Memphis“ kalter Kaffee.

Dafür haben sie eins der besten Programmhefte, die es im Moment im West End zu kaufen gibt (GBP 6,-).

Anmerkung: Im laufenden Betrieb wird gerade auf dem Dach aufgestockt und der Schnürboden erweitert (bzw. das dort mehr/schwereres hinein gehangen werden kann). Plus neue Garderoben und Büros oben. Das ist doch viel spannender als die Lovestory, die dann doch nicht gut endet (weil der Rebell rebellisch alles zerstört) und dann noch einen versöhnlichen Ausblick hat.

Memphis im Shaftesbury Theatre London

Memphis im Shaftesbury Theatre London

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