35 Fotos der pfiffigen Pippi

Dagmar Manzel inszeniert die erste Kinderoper von Franz Wittenbrink, Susanne Lütje und Anne X. Weber: Pippi Lang­strumpf.

Pippi Langstrumpf zieht neu in die Villa Kunterbunt. Ihr Papa, Kapitän Efraim Langstrumpf, ist bei ihrem letzten gemeinsamen Abenteuer auf hoher See verloren gegangen.Und jetzt will sie hier auf ihn warten. Schnell freunden sich die Nachbarskinder Annika und Tommy mit diesem Mädchen an, das so furchtlos ist und in keine Schublade passen will: Weder gefällt es ihr in der Schule, noch lässt sie sich in ein Kinderheim stecken. Selbst ein Kaffeekränzchen bei den Nachbarinnen bringt sie famos zum Platzen. Alles, was Pippi zum Leben braucht, hat sie: eine schier unendliche Fantasie plus den klaren Willen, gemeinsam mit Annika und Tommy Spaß zu haben!
Schauspielerin und Sängerin Dagmar Manzel wechselt erstmals die Seiten und gibt mit Pippi Langstrumpf ihr Debüt als Regisseurin. In Astrid Lindgren hat sie eine Schwester im Geiste gefunden, die in ihren Kinder-büchern wohl mehr Weisheit verpackt, als so mancher Philosoph. Mehr als 75 Jahre alt, aber um keinen Tag gealtert: Das Spiel mit den vermeintlich ach so wichtigen Konventionen und Regeln und der Reiz, als Kind auf sich allein gestellt zu sein, begeistern bis heute alle Menschen, egal ob jung oder alt.
Franz Wittenbrink, vielen als Komponist von Erfolgsprogrammen wie Sekretärinnen oder Männer bekannt, schreibt zum ersten Mal eine Kinderoper für die Komische Oper Berlin – mit Jazz, Pop und Rock’n’Roll!
[Text der Komischen Oper Berlin]

Pippi Lang­strumpf
Kinderoper in zwei Akten | Musik von Franz Wittenbrink | Libretto von Susanne Lütje und Anne X. Weber nach dem gleichnamigen Buch von Astrid Lindgren

Uraufführung am 6. November 2022 an der Komischen Oper Berlin als Auftragswerk

Inszenierung: Dagmar Manzel | Musikalische Leitung: Matthew Toogood | Bühnenbild: Korbinian Schmidt | Kostüme: Victoria Behr | Choreographie: Christoph Jonas | Dramaturgie: Maximilian Hagemeyer | Kinderchor: Dagmar Fiebach | Licht: Olaf Freese
Pippi Langstrumpf: Devi-Ananda Dahm / Maria-Danaé Bansen | Tommy: Jan Polonek / Pablo Brandes / Frederic Gieseking | Annika: Evelyn Steinbrecher / Karline Klemm / Nora Feldman | Frau Settergren & Polizist 2 & Mutter: Caren van Oijen | Papa Efraim & Matrose Sven: Carsten Sabrowski | Dieb Blom & Matrose Oskar & Fräulein Prysselius: Bernd Stempel | Polizist 1 & Matrose Fridolf & Frau Berggren: Theo Rüster | Lehrerin & Frau Granberg: Christiane Oertel | Kleiner Onkel & Dieb Donner-Karlsson: Christoph Jonas | Herr Nilsson & Puppenspieler: Dirk Baum | Blume & Geräuschemacher: Daniel Mandolini | Kinderchor der Komischen Oper Berlin | Es spielt das Orchester der Komischen Oper Berlin.

Fotos © Frank Wesner

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29 Fotos zur Uraufführung von Marie-Antoinette

Marie-Antoinette oder Kuchen für alle!
In Paris ist Revolution, im Palast von Versailles hingegen regiert das Missvergnügen: Während draußen das Volk wütend mordet und meuchelt, warten drinnen Marie-Antoinette und ihr Mann, König Ludwig XVI., seit nunmehr 15 Jahren auf ihre angekündigte Hinrichtung. Doch damals wie heute die gleichen Probleme: Bürokratie, Intrigen und Machtkämpfe auf allen Ebenen. So kann man doch nicht arbeiten! Und dann hängt auch noch dieser Zwerg Napoléon im Nebenzimmer rum! Als das Eis aus und der Champagner warm ist, reicht es Marie-Antoinette. Das geht wirklich zu weit!
[Text vom Theater]

»Marie-Antoinette«
von Peter Jordan und Leonhard Koppelmann

Uraufführung am 30. Oktober 2022 mit der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater Berlin, bis 27. November 2022, Voraufführungen am 28. und 29. Oktober 2022

Regie: Peter Jordan und Leonhard Koppelmann | Bühne: Stefanie Bruhn | Kostüm: Barbara Aigner | Musik: Philipp Haagen
Marie-Antoinette: Anna Thalbach | Ludwig XVI sowie älterer Revolutionär: Alexander Simon | Jean-Pierre de St. Nazaire le 4e, Kardinal Louis de Rohan, Guillaume de la Tour, Robespierre: Max von Pufendorf | Cécile, Madame Dubarry, Napoléon: Annika Kuhl | letztes Mitglied des königlichen Orchesters: Philipp Haagen

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41 Fotos von Freud und Münchhausen

„Lügen ist ja eigentlich nix Gutes. Und manchmal pathologisch. Was liegt da näher, dem größten Lügner der Literaturgeschichte den bekanntesten Psychoanalytiker der Welt gegenüber zu setzen, damit der mal guckt, ob alles in Ordnung ist“, fand Comiczeichner Flix und entwarf das Szenario für den Comic „Münchhausen – Die Wahrheit über das Lügen“, in der er Münchhausen und den Psychoanalytiker Sigmund Freud aufeinandertreffen lässt. Sein Kollege Bernd Kissel zeichnete die Comics. Autor Sönke Andresen schrieb für die Komödie am Kurfürstendamm das Theaterstück, das am 25. September uraufgeführt wird. [Text vom Theater]

Münchhausen
oder: Freuds letzte Reise, von Sönke Andresen nach dem Comic von Flix/Bernd Kissel

Uraufführung am 25. September 2022 mit der Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater Berlin, Voraufführungen: 23. und 24. September, bis 23. Oktober 2022

Autor: Sönke Andresen | Regie: Andreas Gergen | Bühne: Stephan Prattes | Kostüm: Ulli Kremer | Puppen- und Figurenbau: Dirk Heimes | Videodesign: Sönke Feick
Münchhausen: Jytte-Merle Böhrnsen | Sigmund Freud: Matthias Freihof | Medium: Marcus Ganser | MI6-Agentin McMurphy: Karina Krawczyk | Raymond: Max Ortner

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© Frank Wesner für alleseintheater.wordpress.com

16 Fotos zur Séance Brechts Gespenster

Wo können Gott und Karl Marx knutschen und singen?

„In Suse Wächters neuester Inszenierung »Brechts Gespenster« wird der Hausgott Bertolt Brecht von den zahllosen Gespenstern heimgesucht, die er in seinem langen Exil und bei seiner Wiederkehr an das Theater am Schiffbauerdamm getroffen hat. Zusammen mit zwei Musikern und einem Puppenspieler entsteht eine abendliche Séance, in der die kleinen Wesen mit der großen Aura ihr Spiel spielen.“ [Text vom Theater]

»Brechts Gespenster«
Uraufführung am 21. September 2022 im Berliner Ensemble
Regie: Suse Wächter | Bühne: Constanze Kümmel | Musik: Matthias Trippner, Martin Klingeberg | Licht: Steffen Heinke | Dramaturgie: Bernd Stegemann
mit Suse Wächter und Hans-Jochen Menzel sowie den Live-Musikern & Spielern Matthias Trippner und Martin Klingeberg

Fotos © Frank Wesner für alleseintheater.wordpress.com

Ins Bett oder nicht – aber mit Bettwurst

Filme zu Musicals umarbeiten kann man auch in Deutschland. Auf Initiative der 30 Jahre Bestehen feiernden Bar jeder Vernunft in Berlin inszeniert der Musicalunerfahrene Künstler Rosa von Praunheim seinen in 10 Tagen improvisierten und abgedrehten Film von 1970 »Die Bettwurst« nun als Musical. Im Angebot auch ein neues Buch dazu.
Mit dem Komponisten Heiner Bomhard, der auch den Dietmar gibt, arbeitete er schon zwei Mal für das Deutsche Theater Berlin zusammen. Soloperformerin Anna Mateur war in den Berliner Zelten schon zu sehen, auch als Stella in der Operette „Frau Luna“. Ein dreiköpfiges Ensemble aus Musicaldarstellern plus eine dreiköpfige Band sorgen für Musicalkönnen. Auf die Mischung sind nun alle gespannt, sollen sich doch Dialoge und Lieder die Waage halten.

»Die Bettwurst – Das Musical!«
Buch: Rosa von Praunheim | Musik: Heiner Bomhard

Uraufführung am 8. September 2022 in der Bar jeder Vernunft Berlin; bis 2. Oktober 2022 | Voraufführung am 7. September 2022

Regie: Rosa von Praunheim | Ausstattung & Kostüme: Ingrid Buhrmann, Lara Scheuermann, Oliver Sechting | Mitarbeit Ausstattung: Marcus Lachmann | Regie- & Produktionsassistenz: Felix Hertneck
Luzi: Anna Mateur | Dietmar: Heiner Bomhard · Thaddaeus Maria Jungmann (21. – 25. September) | Chor: Thaddaeus Maria Jungmann · Nell Pietrzyk · Tobias Stemmer · Cover: Lukas Baeskow
Piano: Bijan Azadian · Ferdinand von Seebach | Klarinette: Karola Elßner · Frank Lüdeke · James Scannell | Bass: Ralph Grässler · Andreas Henze

Musical wird zum Stück Musiktheater

Noch in den ersten Ankündigungen schrieb das Deutsche Theater Berlin von einem Musical nach Max Stirner von Sebastian Hartmann und PC Nackt. Entstanden ist einzigartiges Wort-Musik-Theater namens »Der Einzige und sein Eigentum« auf der großen Drehbühne des Schauspielhauses mit sechs Schauspielern, zwei Livemusikern, einer Livekamera und Theaterzauber.

Zitat des Theaters: „Jedes höhere Wesen über Mir, sei es Gott, sei es der Mensch, schwächt das Gefühl meiner Einzigkeit und erbleicht erst vor der Sonne dieses Bewusstseins.“ So scharf und provozierend wie kaum jemand sonst vermisst dieser randständige, aber höchst einflussreiche philosophische Solitär Max Stirner auf neue Weise das Verhältnis von Individuum und Gesellschaft. Zusammen mit dem Komponisten und Musiker PC Nackt und seinem Ensemble möchte Regisseur Sebastian Hartmann das Publikum einladen zu einem opulenten, lustvollen Stück Musiktheater.

Der Einzige und sein Eigentum
Ein Stück Musiktheater von Sebastian Hartmann und PC Nackt nach Max Stirner

UA-Premiere am 4. September 2022, Deutsches Theater Berlin, Dauer: 2 Stunden, keine Pause

Regie und Bühne Sebastian Hartmann | Komposition und musikalische Leitung PC Nackt | Choreografie Ronni Maciel | Kostüme Adriana Braga Peretzki | Video Tilo Baumgärtel | Licht Lothar Baumgarte | Video Roman Kuskowski | Ton Marcel Braun, Matthias Lunow | Dramaturgie Claus Caesar
mit Elias Arens, Felix Goeser, Linda Pöppel, Anja Schneider, Cordelia Wege, Niklas Wetzel | Tasten: PC Nackt | Schlagwerk: Earl Harvin/Jörg Wähner | Live-Kamera: Dorian Sorg

© Frank Wesner für alleseintheater.wordpress.com

Blondinen bevorzugt - Gentlemen Prefer Blondes

Blondinen bevorzugen Fortsetzungen

740 Vorstellungen ensuite von „Gentlemen Prefer Blondes“ machten nur Carol Channing in der Rolle der blonden Lorelei Lee zum Star. Das Musical selbst, die Autoren und auch die anderen Mitwirkenden in den 647 Tagen im Ziegfeld Theatre am New Yorker Broadway vom 8. Dezember 1949 bis 15. September 1951 schafften es mit „Blondinen bevorzugt“ nicht. Die Verfilmung von 1953 half extrem, dass dieses Musical nicht in absolute Vergessenheit geriet – und es unterscheidet sich extrem von der Bühnenvorlage nebst Handlung, Szenen und Songs. Jane Russell war damals schon ein Star, Marilyn Monroe wurde gerade ein Weltstar.

Eigentlich ist die Werksgeschichte interessanter als die an einigen Stellen seicht zusammengestrickte Story von zwei Freundinnen auf Überseefahrt, die ihr Lebensziel in reicher Heirat und bleibenden materiellen Werten sehen. 1925 veröffentlichte Anita Loos ihren gleichnamigen Roman, den sie 1926 in ein Schauspiel umarbeitete und der 1928 noch als Stummfilm gedreht wurde. Über 20 Jahre später verarbeitete sie ihren Personage zusammen mit Joseph Fields zum Musical, wo Leo Robin die Gesangstexte und Jule Styne die Melodien beisteuerten.

Die Filmkomödie von 1953 unter der Regie von Howard Hawks dann mit teilweise anderer Musik und vielen verändernden Ideen wurde ein richtig großer Erfolg im Kino. Und dieser Umsatz sollte gleich wiederholt werden, denn selbst „Gentlemen Prefer Blondes“ hatte 1927 mit „But Gentlemen Marry Brunettes“ schon eine Romanfortsetzung durch Anita Loos. Die Verfilmung davon durch Regisseur Richard Sale war 1955 kein Erfolg und in Deutschland unter „So liebt man in Paris“ zu sehen.
Wenn Kinofortsetzungen schon damals nichts Neues waren, so bleiben sie für die Theaterwelt oft ungewöhnliche Einzelfälle. Für Carol Channing – inzwischen nicht mehr 28 sondern 53 Jahre jung – als Legende, Zugpferd und Starvehikel zur Vermarktung gab es ein Wiedersehen mit der nächsten Generation in „Lorelei“. Mit einem neuen Pro- und Epilog hieß es für 320 Vorstellungen (und 11 Voraufführungen) vom 17. bzw. 27. Januar bis 3. November 1974 im Palace Theatre in New York „Gentlemen Still Prefer Blondes“. Kenny Solms und Gail Parent schrieben das Buch und Jule Styne komponierte hierfür zusätzliche Songs mit Gesangstexten von Betty Comden und Adolph Green. Die verwitwete Lorelei erinnert sich an die Umstände ihrer Vermählung…
Die Titelfigur in „Hello, Dolly!“ spielte Carol Channing übrigens in drei Ensuiteproduktionen: 1964 bis 70, dann 1978 und dann mit fast 75 Jahren noch einmal 1995/96!

Von „Lorelei“ ist keine Produktion in Deutschland bekannt. Aber „Gentlemen Prefer Blondes“ schaffte es sogar ein einziges Mal auf eine deutsche Bühne: Am 31. Dezember 1988 war die deutschsprachige Erstaufführung im Stadttheater in Pforzheim-Osterfeld – also dem alten Theaterstandort. Deutsche Dialoge von Gabrielle Peter, deutsche Gesangstexte von Beate Rygiert-Schmidt. Ronald F. Stürzebecher führte Regie und Jeremy Hulin hatte die Musikalische Leitung („erst im Laufe des Abends in ansprechender Form“) bei der Choreographie von Valerie Aris („saß wie maßgeschneidert“). Die „schwungvolle“ Orchestrierung besorgte damals Volker M. Plangg („Nicht hoch genug zu loben“). Schon damals bemerkte der Chefredakteur der (damalig so betitelten) Zeitschrift „Das Musical“ im Februar 1989 auf Seite 16: „Da müsste dringend am Buch gefeilt werden … etliche gelungene, amüsante Szenen, die sich allerdings nicht aneinander reihten.“
Denn nicht nur die heutzutage (und eigentlich auch damals) schon zu hinterfragenden Werte und Partnerschaftsvorstellungen der Protagonisten sind ein Problem des Musicals, sondern schlichtweg auch die oft aneinander gereiht wirkenden Szenen und Spielorte. Vom Hafen in New York aus startet das Passagierschiff „Île de France“ Richtung Paris, was ja bekanntlich nicht am Meer liegt. Dann ein paar Szenen in der französischen Hauptstadt nebst Cabaret. Das Ensemble auf der Bühne und auch im Orchestergraben ist nicht gerade klein und braucht individuelle Könner überall, auch im Chor und Ballett. Immerhin ist sachlich richtig, dass die Olympischen Sommerspiele 1924 in Paris stattfanden und dorthin die Tänzer bzw. die Olympioniken reisten. Operetten ähnlich gibt es dann schnell noch das Finale in New York nebst – nicht der Erbtante sondern – dem versöhnten Vater. Da mag man eher ungern ins Detail schauen…

Der Berliner Bühnenverlag Felix Bloch Erben vergab schon 2013 den Auftrag, das Stück neu zu übersetzen durch Christian Gundlach (Dialoge) und Edith Jeske (Songtexte). Die 22 Lieder inklusive Reprisen sind nicht wirklich bekannt. Hier lohnt sich immer wieder der Blick auf die äußerst gelungenen Details der Neudichtung, die Schwung, Witz und Wirkung zeigen. So bleibt nicht nur das Titellied im Gedächtnis, sondern natürlich der Diamanten-Evergreen und auch Dank des „widerlichen Kerls“ „Das kleine Mädchen von Little Rock“.
Aber auch in Deutschland ergibt sich eine außergewöhnliche Fortsetzung. Nachdem die durch die Pandemie erzwungen verschobene Erstaufführung an der Staatsoperette Dresden erst am 23. Oktober 2021 ins Repertoire startet, wechselt das Musical den Verlag zur Concord Theatricals Collection (da bei Tams-Witmark) zur Neustrelitzer Premiere, die nicht ganz einen Monat später am 14. November 2021 folgt.

Da das nicht ganz unproblematische Buch immer wieder zu neuen Lösungen führen wird, ist dem Musical „Blondinen bevorzugt“ („Gentlemen Prefer Blondes“) eine weiter spannende Werkgeschichte und vor allem Fortsetzungen mit Inszenierungen zu wünschen.

Frank Wesner

Blondinen bevorzugt - Gentlemen Prefer Blondes
Blondinen bevorzugt – Gentlemen Prefer Blondes

Tanzende Tenöre blasen kein Trübsal

„Mein Fetisch ist die Operette“, „Liebe Grüße aus Berlin“, „Ein Liebeslied von Mann zu Mann“, „Keiner bläst so gut wie du“ sind nur vier Lieder der gerade uraufgeführten „Operette für zwei schwule Tenöre“. Leicht kantig und derb formuliert. Heutige Operette ganz klassisch aufgezogen und gesungen mit Liebespaar im Liebesglück, doch dann werden die Schwiegereltern zum Kaffee eingeladen. Dreivierteltakt und Blasmusike nebst Anekdoten vom Schützenfest, Schulsport und schwulen Lebenswirklichkeiten. Die beiden Tenöre blicken bis zum Ende vom ersten Akt noch auf ihr Zusammenleben auf dem Land zurück und treffen im dritten Akt wieder aufeinander. Beinahe ein Whodunit. Operette mit oder ohne glücklichen Ausgang?

Auf alle Fälle ist Autor und Regisseur Johannes Kram („Seite Eins“) ein wunderbares Lustspiel gelungen mit treffenden Schlaglichtern, wenn auch mitten im zweiten Akt die erzählerische Puste ausgeht. Obwohl einige Themen vom ländlichen Leben inklusive erschwertem Einkaufen und Bekanntschaften machen besungen werden, kommen die wachsamen Dorfbewohner ziemlich gut weg in der Operette und brauchen nicht zu befürchten, dass ihre zahlreichen bisexuellen Ehemänner thematisiert werden. Hat der Autor diese kaum idyllischen, ziemlich versteckten außerehelichen Angelegenheiten vielleicht für eine Fortsetzung aufgehoben?

Komponist Florian Ludewig (Komponist von Malediva) hat 15 Lieder plus Ouvertüre vertont und Arrangeur Martin Rosengarten in herrliche Halbplaybacks verwandelt, die das Operettengenre feiern. Ohrwürmer, zwei Tangos, Zitherklänge und genügend Stellen zum Schunkeln. Was besonders auffällt und im Gesamtkontext gelingt: Die Lieder führen meist schnell auf die Titel gebende Idee hin und haben dann schlicht keine Weiterentwicklung – sondern nur eine dreistrophige, wiederholende Bestätigung. Das ist so überzeugend wie auch beinahe unvorstellbar (gelungen).

Die Beziehung der Titeltenöre wird fast nur durch Monologe (!) aus zwei Blickwinkeln erzählt und Ricardo Frenzel Baudisch als Tobi wie auch Felix Heller als Jan sind extrem überzeugend. Wenig Klischee und viel operettiger Sangesschmelz – unvermeidlich aufgesetzt funktioniert das erstaunlich prächtig. Ich hätte mir dabei mehr Tempo und Anschlüsse statt psychologischer Denkpausen gewünscht. Dem gegenüber wird für so manches Klischee die dreiköpfige Company eingesetzt, die nicht nur um die beiden Solisten herumwirbelt, sondern auch in eigenen Nummern ihren Mann steht bzw. tanzt. Und für einen Hauch an Erotik sorgt. Da fliegen nicht nur Beine und Arme durch die Luft: ab jetzt ist Bockspringen Teil der Choreographie! Michael Heller („Altar Boyz“) bringt als wichtiger, kompetenter Partner Zitate großer Revue auf die kleine Bühne – erfrischend ohne Federfächer oder Boa. Mit Können und Lust umgesetzt von Tim Grimme, Tim Olcay und Pascal Schürken. Kostümbildnerin Cleo Niemeyer gestattet diesen drei Kostümwechsel und Farben gegenüber dem grau/schwarz der Solisten, was effektiv und schlau überzeugt. Marco Krämer-Eis vervollständigt als weiterer Regisseur das kleine Team, dass in eigener und in Koproduktion mit dem BKA – Berliner Kabarett Anstalt am 6. Oktober 2021 Uraufführung feiern konnte.

Bei wenig Platz auf der breiten Bühne gibt es eine Wand aus immer wieder neu zusammen setzenden Würfeln als Kulisse. Doch hervorzuheben ist die auffällig gelungene Lichtgestaltung von Julia Fendesack, die Abwechslung und Tempo in den Abend bringt.

Informative Programmhefte gibt es bei der Platzierung nach unvermeidlichem 3-G(ay)-Regelungen im Dachgeschosstheater gratis. Wobei Masken am Platz komplett entfallen und Einzelplätze nur in der hintersten Reihe – früher Preiskategorie 2 – sich zu befinden scheinen. Operette mit Liebe, Lust und Leidenschaft wurde zu neuem Leben erweckt von einer kleinen Truppe, die ihr Theaterkönnen überzeugend zeigen und sich von sich von der bestmöglichen Seite präsentieren. Dem Stück und Ensemble sind viele, viele Zuschauer und Vorstellungen – nicht nur in Berlin – zu wünschen. Eine nachhaltige Belebung des Genres ist durchaus möglich, was den durchaus zahlreichen Vorläufern und exemplarisch Ausgewählten von Ulrich „Bubu“ Bauer (1988 Hinterhofoperette, 1989 Aufstand der Fritzen – Vive la Tempelhof, 1997 Die Tupperparty, 1998 Das Skatduell, 1999 Die Butterfahrt, 2000 Der Segeltörn) wie auch Sebastian Brandmeir mit Florian Stanek mit „Tee um drei“ (2012) bisher leider versagt blieb.

Operette für zwei schwule Tenöre
Uraufführung am 6. Oktober 2021 im BKA – Berliner Kabarett Anstalt, bis 17. Oktober 2021; wieder vom 19. Januar bis 6. Februar 2022

Eine neue Operette für Berlin 2021

Jetzt ist es endlich soweit: Die »Operette für zwei schwule Tenöre« feiert Uraufführung am 6. Oktober 2021 im BKA Theater Berlin. Zwei Sänger und zwei Lebensentwürfe begegnen sich im Kontext von Stadt trifft Land – und das in einem Genre, was (früher) als frech und provokant galt. 16 Lieder wurden im Stile der alten (Berliner) Operetten neu geschrieben und arrangiert als Halbplaybacks. Auf der Bühne steht neben den Titel gebenden zwei schwulen Tenören noch eine namenlose Company aus drei Sängern.
Verführung und Verwirrung der Gefühle mit Happy End oder der wohlwollenden Operettentante vom dritten Akt? Zunächst für zwei Wochen im Berliner BKA Dachgeschosstheater zu erleben.

Operette für zwei schwule Tenöre
Operette von Florian Ludewig und Johannes Kram
Uraufführung am 6. Oktober 2021 im BKA Theater Berlin
Regie: Johannes Kram und Marco-Krämer Eis | musikalische Leitung: Florian Ludewig | Choreografie: Michael Heller | Kostüme: Cleo Niemeyer | Chorleitung: Lili Sommerfeld
Mit Ricardo Frenzel Baudisch als Tobi und Felix Heller als Jan sowie der »Company« Tim Grimme, Tim Olcay & Pascal Schürken

Mehr als erstaunliche Manns

Selten konnte ich in der letzten Zeit so gelungenes politisches Theater mit Haltung erleben wie gerade im Renaissance Theater Berlin mit „Amazing Family – Die Reise der Familie Mann“. Gar nicht alle Manns werden portraitiert oder gar gradlinig nacherzählt. Es wird gestritten und behauptet. Eher werden Momente und Reaktionen gezeigt – und das meist mit Originalzitaten von oder über diese historischen Persönlichkeiten. Was sperrig klingt und wahrscheinlich inhaltlich gar nicht gefallen will, ist umso überzeugender in der Aussage und als Theaterspiel. Das schlaue Stück von Regisseur Torsten Fischer und Ausstatter Herbert Schäfer schon vor drei Jahren geschrieben, sollte am 3. Mai 2020 uraufgeführt werden und besticht nun seit dem 27. Juni 2021 mit mehrfacher Zeitlosigkeit. Das muss erst einmal gelingen und es ist großartig gelungen! Die Zuschauer strömten in das von Guntbert Warns seit dieser Spielzeit geleitete Theater.

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Peter Kremer in Amazing Family – Die Reise der Familie Mann – Uraufführung am 27. Juni 2021 am Renaissance Theater Berlin © Frank Wesner

Natürlich bin ich vom großen Spielertheater begeistert. Zum einen glänzen die Schauspieler*innen durch Doppelrollen – gerade diese Gegensätze geben Facetten Raum. Rauch von Zigarren liegt zusammen mit fein gesetzten Sprechpausen in der Luft. Dazu gibt Peter Kremer das Familienoberhaupt und Bruder Thomas Mann als intellektuellen Überlegenen, der viel zu spät erkennt, dass er vor seinem Volk, was ihn schätzt und er liebt, längst hätte fliehen müssen. Thomas Mann möchte in Deutschland der 1930er bleiben und nicht durch Flucht den aufkommenden Machthabern moralisch in die Hände spielen. Peter Kremer kann diesen Zwiespalt wunderbar aufzeigen und mit Nachdruck die Fragen dieses Zeitzeugen verdeutlichen. Trotz der immer wieder auftretenden Zeit- und Ortsprünge in der Entwicklung des Stücks kann Dank diesem präzisen Ensemblespiel der Zuschauer gespannt folgen und Parallelen ziehen. Zu den Manns gesellt sich noch Opportunist Gustaf Gründgens bzw. Hendrik Höfgen, den Intendant Guntbert Warns mit mephistolischer Lust verkörpert.

Eine klare Kostümsprache mit wenigen Veränderungen plus einen bühnengroßen Spiegel parallel zum Publikum sind zentrale Elemente der Ausstatter Herbert Schäfer und Vasilis Triantafillopoulos. Wenig entfaltet große Wirkung auf der kleinen Bühne des einzig vollständig erhaltenen Art-Déco-Theaters Europas. Das führt auch zum Glanz der UFA mit Fräcken und Zylindern plus gemeinsamen Gesang. Harry Ermer hat die musikalische Leitung vom Flügel rechts vor der Bühne aus. Manche musikalische Ergänzung kommt zudem aus den Lautsprechern.

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Amazing Family – Die Reise der Familie Mann – Uraufführung am 27. Juni 2021 am Renaissance Theater Berlin © Frank Wesner

Torsten Fischer schafft es in diesen fast zwei Stunden an Text und Informationen plus Pause die Spannung auf das unweigerlich Kommende aufrechtzuhalten. Spielszenen schaffen Abwechslung obwohl oder trotzdem das Siebenerensemble fast immer vollständig auf der Bühne steht. Einzig der (zeitliche) Aufwand mit dem zusätzlichen umgekippten, dritten Tisch – von Technikern mühsam auf die Bühne gezerrt weil so schwer – will mir nicht einleuchten, wo doch kaum etwas dazu gewonnen wird außer jegliches Timing zunächst zu verlieren. Aber der Regisseur hat sein Stück und die Manns gekonnt im Griff, kann die Zuschauer in den Bann ziehen und ihnen einen Spiegel vorhalten. Was für ein grandioser Abend! Zum Ansehen und Erstaunen bestens empfohlen.

Die eigenen Fotos zu dieser Produktion sind hier im Blog zu finden.

Amazing Family – Die Reise der Familie Mann
von Torsten Fischer und Herbert Schäfer

Uraufführung am 27. Juni 2021 am Renaissance Theater Berlin

Regie: Torsten Fischer | Ausstattung: Herbert Schäfer und Vasilis Triantafillopoulos | Musikalische Leitung: Harry Ermer
mit Peter Kremer (Thomas Mann), Markus Gertken (Heinrich Mann / Hans Otto), Imogen Kogge (Katia Mann / Therese Giehse), Boris Aljinović (Klaus Mann), Judith Rosmair (Erika Mann / Elisabeth Bergner), Guntbert Warns (Gustaf Gründgens – Hendrik Höfgen), Noëlle Haeseling (Ein junges Mädchen / Pamela Wedekind / Nicoletta von Niebuhr / Sängerin – Trude Hesterberg / Nelly, Heinrichs zweite Frau), Harry Ermer (Piano)

Amazing Family – Die Reise der Familie Mann – Uraufführung am 27. Juni 2021 am Renaissance Theater Berlin © Frank Wesner
Eine Stimme für Deutschland

musicalischer Wahlkampf mit der UdK

Gefallen hat mir diese „Eine Stimme für Deutschland“ durchaus, auch wenn ich die eingebauten Selbstreferenzen auf das Theater am Gelungensten fand und die Geschichte insgesamt (wieder einmal) viel zu wenig Haken schlug bei (notwendigen) etlichen Verästelungen. Jedenfalls waren Gags wie „Psst, sonst ist der ganze Spannungsbogen für die Zuschauer hin“ sehr gekonnt und niemals billig eingebaut. Aber nach circa 40 Minuten folgen urplötzlich zwei Szenen, die nur darauf abheben, den nicht vorhandenen Exmann und Familienvater eben nicht näher zu thematisieren. Und die Überraschung sollte dann am Ende keineswegs mehr überraschen, denn als Alina Deutschmann ist Joel Zupan besetzt. Somit nicht ganz der Drehpunkt (und die Klasse) wie vom Musical „Hairspray“.

Deutschland mit seinen drei Flaggenfarben dient als stilisierter, schräger Tritt- und Tanzboden für ein Ensemble von acht Kommilitonen des 3. Studienjahrs der Musical/Show-Klasse der UdK Berlin. Nur ein kurzer Hinweis, dass zwei Studenten seit Studienbeginn den Jahrgang verlassen haben und sie zu Beginn zu zehnt waren. Die große Herausforderung aller, circa 16 jährige Schüler oder auch deren Elternteile zu spielen, gelingt erwartungsgemäß. Aber mit ihrer Lust am Spiel dieser Wahlkampffarce zeigen sie ihre Talente und Können. Gerade von der Figur des neuen, naiven und alles kommentierenden Mitschülers habe ich mir sogar mehr Sprüche und Randbemerkungen gewünscht. Naturgemäß entstehen Favoriten unter den acht Hauptrollen.

Selten haben mich Thomas Zaufkes Melodien so an Alan Menken erinnert und weniger an Zaufke. Trotzdem wird gekonnt mit Stilen und Ensembles facettenreich hantiert und ich wünsche sehr dem Musical und mir eine CD-Aufnahme. Auch Peter Lunds träumerischen Lieder von einem respektvollerem Zusammenleben bestechen durch ihre Klarheit und Aussagekraft. Die kleine Band ist halb versteckt ins angrenzende Studio (aka frühere Garderobe) gesteckt worden, so dass die breite Bühne sich ausbreitet vor circa 60 Zuschauern in einem wirklichen Schachbrettsitzplan mit genauer Abwechslung. Niemand darf zusammen sitzen, was noch mehr Beinfreiheit beschert. Dafür haben viel zu wenige die Chance, dieses Musical als Statement zur undurchsichtigen politischen Lage Deutschlands zu erleben.

Eine Stimme für Deutschland
Die musikalische Quittung
Musik: Thomas Zaufke | Text: Peter Lund

Uraufführung am 11. Juni 2021 (bis 25. Juli 2021) in der Neuköllner Oper Berlin, Kooperation mit dem Studiengang Musical/Show der UdK Berlin

Regie: Peter Lund | Musikalische Leitung: Hans-Peter Kirchberg / Tobias Bartholmeß | Arrangements: Markus Syperek | Choreografie: Cristina Perera | Bühne und Kostüm: Ulrike Reinhard
Regula Hartmann-Hagenbeck: Veronika de Vries | Claudia Zweitens: Clarissa Gundlach | Albert von Mattersdorf: Soufjan Ibrahim | Sophie Hartmann-Habenbeck: Maria Joachimstaller | Anuk Gritli Hürlimann: Gwen Johansson | Adolf „Dolfi“ Obermeyer: Fabian Sedlmeir | Gerlind Deutschmann: Mascha Volmershausen | Alina Deutschmann: Joel Zupan
Musiker*innen: Jo Gehlmann/Peter Geltat (Gitarre), Markus Syperek/Vitaliy Kyianytsia (Klavier), Leonardo von Papp (Schlagzeug), Ralph Gräßler (Bass), Hans-Peter Kirchberg/Tobias Bartholmess (Synthesizer)

Eine Stimme für Deutschland
Eine Stimme für Deutschland – Uraufführung am 11. Juni 2021 (bis 25. Juli 2021) in der Neuköllner Oper Berlin, Kooperation mit dem Studiengang Musical/Show der UdK Berlin

Uraufführung Amazing Family

Amazing Family – Die Reise der Familie Mann
von Torsten Fischer und Herbert Schäfer

Uraufführung am 27. Juni 2021 am Renaissance Theater Berlin

Regie: Torsten Fischer | Ausstattung: Herbert Schäfer und Vasilis Triantafillopoulos | Musikalische Leitung: Harry Ermer
mit Peter Kremer (Thomas Mann), Markus Gertken (Heinrich Mann / Hans Otto), Imogen Kogge (Katia Mann / Therese Giehse), Boris Aljinović (Klaus Mann), Judith Rosmair (Erika Mann / Elisabeth Bergner), Guntbert Warns (Gustaf Gründgens – Hendrik Höfgen), Noëlle Haeseling (Ein junges Mädchen / Pamela Wedekind / Nicoletta von Niebuhr / Sängerin – Trude Hesterberg / Nelly, Heinrichs zweite Frau), Harry Ermer (Piano)

Infotext vom Theater: „Eine der bekanntesten Familien des zwanzigsten Jahrhunderts wird zu neuem Leben erweckt. Die berühmten Brüder Thomas und Heinrich stehen politisch auf konträren Standpunkten und prägen die deutschsprachige Literatur auf höchstem Niveau. Klaus und Erika, experimentierfreudig, geistreich, schauspielerisch und politisch aktiv, lassen keinen Kompromiss in den komplexen Familienverhältnissen zu. Dieser Mikrokosmos, von Katia selbstbewusst und mit unnachlässiger Energie zusammengehalten, wird durch die gewalttätigen Umwälzungen des zwanzigsten Jahrhunderts zu einer unfreiwilligen Reise gezwungen: Ins Exil nach Amerika. Dort wird die ganze Familie zu einer Institution der Exilanten und die Verantwortung Position zu beziehen wird lebensnotwendig.“

Nachdem die Uraufführung nicht am 3. Mai 2020 stattfinden durfte, ermöglichte nun Intendant Guntbert Warns am Sonntag, 27. Juni 2021, die Premiere.

Fotos © Frank Wesner