Howard Goodall Doppel

Aus erster Reihe im wahrsten Sinne gibt es ein Howard Goodall Doppel. Zunächst die letzte Vorstellung von „The Kissing Dance“ von All Star Productions im Ye Olde Rose and Crown Theatre London. Ein Musical quasi auf den Weg zur Operette. Mit einer Buchvorlage aus dem 17. Jahrhundert und einem Setting ins Jahr 1918 – mit 14 bezaubernden Darstellern und fünf Musikern im Wochzimmertheater in Walthamstow. Eine kleine Entdeckung.
Tags darauf Dayseat für GBP 15,- für den Beginn der letzten Woche von „Bend it like Beckham“ im Phoenix Theatre London. Mal sehen, ob ich beim zweiten Besuch ebenso positiv überrascht werde von diesem Fußballmusical über das Zusammenleben in einer modernen Gesellschaft.
Beide Musicals mit Musik von Howard Goodall!

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28.02.16 – Spezielles

Toi.Toi.Toi nach Berlin, Lübeck und Hamburg.
In Berlin um 16°° Uhr die 200. Vorstellung „Ewig jung“ im Renaissance-Theater Berlin​ (Buch und Regie: Erik Gedeon, mit Timo Dierkes, Dieter Landuris, Anika Mauer, Katharine Mehrling, Angelika Milster, Guntbert Warns und Harry Ermer am Flügel),
in Lübeck um 11°° Uhr erneut „West Side Story – In Concert“ im Großen Haus Lübeck (Musikalische Leitung Ludwig Pflanz, Mit Evmorfia Metaxaki, Daniel Jenz, Katharina Kühn, Imke Looft, Simone Tschöke, Seung-Yeon Ryu, Orchester Philharmonisches Orchester der Hansestadt Lübeck, Moderation Timo Tank, Dramaturgie Doris Fischer)
und die 8. Spielzeit im Hansa Varieté Theater Hamburg geht zu Ende (bis 28.2.2016).

27.02.16 – 4 P – 1 WA

Toi.Toi.Toi nach Linz, Münster, Augsburg, Dessau und Berlin.
In Linz Wiederaufnahme „Der Watzmann ruft – die große Abschiedstournee 2016“ in der TipsArena, in Münster Premiere „Frau Luna“ am Theater Münster (Revueoperette von Paul Lincke, Koproduktion mit dem Theater Hof; Inszenierung Holger Seitz, Musikalische Leitung Stefan Veselka, Choreografie Annette Taubmann, Bühnenbild Herbert Buckmiller, Kostüme Götz Lanzelot Fischer, Choreinstudierung Inna Batyuk), in Augsburg Premiere „Die Csárdásfürstin“, in Dessau Premiere „Zaubernacht“ (beim Kurt Weill Fest 2016 eine Kinderpantomime von Kurt Weill), in Berlin Premiere „David Kaiser – Weill & Heymann“ im Theater O-TonArt und Voraufführung „Roots – Family Stories“ im Chamäleon von Cirk La Putyka sowie letztmalig in London „Miss Saigon“.

Politisch und poetisch

Das Ensemble des Berliner Überraschungserfolgs vom vorletzten Jahr („Der helle Wahnsinn” Uraufführung am 24.07.2014) ist zurück auf der Bühne des Wintergarten Varieté. Musiktheater mit Tanz und Akrobatik. Vier Musiker sind oben platziert und auf der Bühne befinden sich alle im Irrenhaus der Nachkriegszeit. Insassen und Individualisten, Typen und Künstler. Kein Nummernvarieté. Ganz großes Kino – immer ganz live.

Was schon mit einem Knaller einsteigt und mit Geschichte konfrontiert, nimmt von Beginn an ein. Herbert Maria Freiherr von Heymann hat das Konzentrationslager Buchenwald – „mit dem hübschen rosa Dreieck“ – überlebt und wegen Paragraph 175 im Gefängnis gesessen. Jetzt erobert er das Irrenhaus und erinnert sich an die erfolgreichen, freizügigen 1920er Jahre: „Rainbow over Berlin“. Für einen amerikanischen Fernsehsender wird eine Revue (in der Revue) probiert, mit der alle Hoffnungen verbinden und befreit sein wollen. Dieser Abend lebt vom Gesamtkonzept aus: Geschichte, Musik, Personen, Licht und Sound(erzeugung). Handgemacht, live, voller unbändiger Energie und mit viel Interaktion der eigentlichen Solokünstler.

Was ist das Geniale, woher dieser Erfolg in Berlin? Alle riskieren was, gehen an ihre Grenzen und die des Publikums. Der Wintergarten bietet den glanzvollen Rahmen, doch der „helle Wahnsinn“ blickt unter die Fassaden und bringt sagenhaftes ins Rampenlicht.

Jack Woodhead, der Komponist des Abends, glänzt als Klavier spielender Heymann, der mit starkem, britischen Akzent eine Show auf die Bühne stellt. Miterfinder David Pereira glänzt mit Akrobatik und Tanz als schüchterner Punka im Kleid oder Shorts. Florian Zumkehr als Irrer Karl das Messer weiß erneut stark für sich einzunehmen. Collin Eschenburg und Matthias Fischer, die eigentlich als Duo Collins Brothers auftreten, wissen Komik und Ernsthaftigkeit, Magie und Akrobatik zu verbinden. Artist Angel Caycedo ist aber wie 2014 schlecht in das Ensemble intergriert – hat sich nichts gebessert – und Rummelsnuff als Hans die Woge empfinde ich immer noch als nervig. Wenn aber mit ihm Bodypercussion gemacht wird, dann hat es wieder was, dass der Muskelmann auch diese spielen lassen kann.

Was da Autor und Regisseur Markus Pabst mit seinen elf Künstlern und den vier teilweise mitspielenden Musikern auf die Bühne gezaubert hat, ist eine der besten Theaterproduktionen in Berlin. Mit politischer Meinung, klar und ablesbar. Trotzdem vielfältig und unterhaltend. Eine offen gelegte Energie gepart mit dem Risiko, nicht zu gefallen und anzuecken, was wiederum die Zuschauer begeistert. Mit seiner Künstlergruppe BASE Berlin ist er inzwischen auf der Suche nach neuen Standorten, wo diese Produktion oder auch ein Ableger davon gezeigt werden kann – international! Und die Vorstellungen werden live mitgeschnitten, damit bald eine CD erscheint.

Das Wintergarten Varieté unter Georg Streckers Leitung für die Arnold Kuthe Entertainment GmbH wird am Ende des Jahres seine neuen, mondänen Örtlichkeiten unter der Hofdurchfahrt eröffnen und möchte gegen Sommerende nächstes Jahr, wenn das vor 25 Jahren eröffnete Varieté sein Jubiläum feiert, einen echten Wintergarten angebaut und eröffnet haben. Das ist mehr als ein Plan. Ein Ort in Berlin, den man nicht nur kennen, sondern erlebt haben muss.

„Der helle Wahnsinn” im Wintergarten Varieté vom 22. Februar bis 5. Juni 2016 mittwochs bis sonntags

26.02.16 – 2 P – 1 WA

Toi.Toi.Toi nach Steinfurt, Dresden, Dessau und Berlin.
In Steinfurt Premiere „Dracula“ im Haus der Bürger Steinfurt (von Frank Wildhorn; Laiendarsteller der „Musical Company Steinfurt e.V.“), in Dresden „Ganz großes Kino“ in der Comödie (die besten Filme aller Zeiten in 2 Stunden), in Dessau beginnt das Kurt Weill Fest 2016 (Fr 26.02.16 bis So 13.03.16) und in Berlin Wiederaufnahme „Rienzi“ an der Deutschen Oper Berlin.

es war am 26. Februar

DREI MUSKETIERE, DIE 20000226 Theater St. Gallen - LogoAm 26. Februar war 1910 Uraufführung „Die Keusche Susanne“ in Magdeburg, 1997 DE „Space Dream“ im Space Dream Musical Theater, Berlin-Tempelhof, 2000 Uraufführung „Die Drei Musketiere“ (von Stiles/Leigh/Raby) am Stadttheater St. Gallen, 2003 Uraufführung „Es liegt in der Luft“ als „Es fliegt was in die Luft“ an der Neuköllner Oper Berlin, 2005 Premiere „The Sound of Music“ an der Volksoper Wien, 2009 DSE „Rudolf“ am Raimund Theater, Wien (UA war ja in Budapest), 2011 DSE „Avenue Q“ am Stadttheater St. Gallen. Und noch einiges mehr…

25.02.16 – 2 P – 1 WA – Kino

Reset 20160225 Studiengang Musical - Folkwang Universität der Künste Essen-Werden - PlakatToi.Toi.Toi nach Essen, München, Berlin und ins Kino.
In Essen-Werden Premiere „Reset“ Eigenarbeit des 3. Jahrgangs Musical der Folkwang Universität der Künste im Pina-Bausch-Theater, in München Premiere „Hair“ in der Reithalle vom Staatstheater am Gärtnerplatz (Deutsche Fassung: Frank Thannhäuser und Nico Rabenald; Regie: Gil Mehmert, Musikalische Leitung: Jeff Frohner, Choreografie: Melissa King, Bühne: Jens Kilian, Kostüme: Dagmar Morell, Dramaturgie: Michael Otto, mit Bettina Mönch, David Jakobs, Dominik Hees, Lars Schmidt, Christina Patten und begleitet von Lisanne Wigand), in Berlin Wiederaufnahme einer der besten Produktionen von 2014: „Der helle Wahnsinn“ im Wintergarten (22.2.-5.6.) sowie Kinostart „DER GEILSTE TAG“.