1* für Das weiße Rössl am Central Park

Sie haben wirklich schön gesungen. Daher dann überhaupt einen Stern für „Das weiße Rössl am Central Park“. Aber wenn nur drei von fünf Darstellern einen Monolog in Deutsch sprechen können, mag ich doch nicht dem Niveau nachgeben. Ansonsten ist zwar Johannes Müllers und Philine Rinnerts Versuchsanordnung in den vier Vorstellungen stark beachtet worden, aber ansonsten verflüchtigen sich die fast 90 Minuten im Nichts – ähnlich der interessanten Emigrationsgeschichte, die den Anlass zur Neufassung gegeben hat.

Jimmy Bergs Bearbeitung „Das Weisse Rössl am Central Park – In schlechtem Deutsch und ebensolchem Englisch“, das im Emigranten-Treffpunkt „Café Vienna“ in New York gespielt wurde, wird verwoben mit Zeitgeschichte und dem originalen Operettenpasticcio. Und immer, wenn das Original zitiert wird, verlor ich das Interesse an der schlechten Umsetzung. Absoluter Tiefpunkt am Anfang gleich, wenn die Koffer-Balkon-Geschichte auszelebriert wird.

Wenn es um die New Yorker Zeit und Adaption geht, wurde es spannend. Manchmal. Ansonsten viel zu viel Regisseur*innentheaterblödsinn. Und die Handvideokamera machte sogar Sinn, denn die sich während der Aufführung im Raum bewegenden Darsteller UND Publikum konnte ja viel schlecht sehen, mitbekommen und ansatzweise verstehen. Irgendwie auch typisch Sophiensäle Berlin, die mich auch Jahrelang nicht mehr zu sehen bekamen. Und bekommen.

Wenn die Emigrantenfassung aufzutreiben wäre und sinnvoll inszeniert werden würde, das wäre einmal was.

KONZEPT, REGIE Johannes Müller KONZEPT, AUSSTATTUNG Philine Rinnert ARRANGEMENT, MUSIKALISCHE LEITUNG Misha Cvijovic ZUSÄTZLICHE TEXTE Daniel Sauermilch TRACHTEN Leila Hekmat MIT Damir Bacikin, Sarai Cole, Misha Cvijovic, Hauke Heumann, Sabrina Ma, Jördis Richter, Shlomi Moto Wagner, Lixue Lin-Siedler, Jochen Carls PRODUKTION ehrliche Arbeit – freies Kulturbüro

Eine Produktion von Johannes Müller / Philine Rinnert in Koproduktion mit SOPHIENSÆLE.

 

 

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42 Fotos der Umsiedlerin im DT

42 fotografische Eindrücke der Neufassung von Heiner Müllers

Die Umsiedlerin oder Das Leben auf dem Lande
von Heiner Müller

Premiere am 6. April 2019, Kammerspiele vom Deutschen Theater Berlin

Regie: Tom Kühnel, Jürgen Kuttner | Bühne: Jo Schramm | Kostüme: Daniela Selig | Dramaturgie: Claus Caesar
Flint: Jörg Pose | Beutler: Felix Goeser | Rammler: Paul Grill | Treiber: Markwart Müller-Elmau | Ketzer und Kupka: Bernd Stempel | Siegfried: Marcel Kohler | Fondrak: Frank Büttner | Krüger: Jürgen Kuttner | Flinte 1 und Beutlern und Landrat: Almut Zilcher | Erfasser und Schmulka: Linda Pöppel | Chor: Servan Durmaz*, Maral Keshavarz*, Philipp Keßel*, Mathias Kleinschmidt, Dimitri Lauwers, Kei Muramoto*, Marie Schneider, Thai Thao Tran, Christine Wünsch (*Schauspielstudierende des Jahrgangs 2017 der Universität der Künste Berlin)

Flying Steps lebendige Bilder einer Ausstellung

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Nach den Erfolgsproduktionen „Flying Bach“ und „Flying Illusion“ laden die Berliner Flying Steps in Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie, welche die Flying Steps bereits 2010 in die Neue Nationalgalerie einlud, ein im April 2019 zu „Flying Pictures“ im Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin. Inszeniert von den Flying Steps und dem brasilianischen Streetart-Duo OsGemeos, verbindet „Flying Pictures“ Elemente von Kunst, Musik und Tanz-Performance.

Das Komponisten-Brüderpaar Vivian und Ketan Bhatti, die seit 2009 mit den Flying Steps zusammenarbeiten und für „Flying Bach“ mit dem Echo Klassik-Sonderpreis ausgezeichnet wurden, adaptieren Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ zu einer zeitgenössischen Interpretation, die den Beats und Rhythmen der Tänzerinnen und Tänzer entspricht. Zu den abendlichen Aufführungen im Hamburger Bahnhof wird das Musikstück von einem akustischen Ensemble gemeinsam mit dem deutsch-argentinischen Beatboxer Mando live aufgeführt.

Die Aufführungen finden vom 5. April bis 2. Juni 2019 je Freitag bis Sonntag (freitags und samstags um 19 und 21.30 Uhr) und jeden zweiten Mittwoch (19 Uhr) statt. Preise: € 63,50 / € 48,50 / € 33,50 Eine Zusammenarbeit der Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin und Flying Steps [Text vom Veranstalter]

Flying Pictures 20190403 132 Hamburger Bahnhof Berlin (c) Frank Wesner__

Hamburger Bahnhof Berlin 2019 © Frank Wesner

The Band Pressekonferenz in Berlin

Ich mag das Musical „The Band“ sehr und es war eins meiner erlebten Höhepunkte beim letzten London-Besuch. Die Geschichte von fünf jungen Freundinnen die sich viele Jahre später erst wieder sehen und feststellen, dass ihre Träume sich in anderen Umständen realisierten. Sie sind nicht zu alt, um jung zu sein. Hoch emotional. Sehr charmant. Und extrem effektiv erzählt (16 Darsteller im Einheitsbühnenbild). Das geht nicht zuletzt der Lieder von Take That ins Herz.

Taschentuchalarm!

Doch alle diese Lieder sind Stück tragend und mir die Entscheidung, ein billiges Sing-Along in Kauf zu nehmen komplett unverständlich. Selbst die Übersetzerin der Dialoge, Ruth Deny, verantwortet nicht diese FALSCHE Entscheidung. Die Popsongs im Original? Geht es etwa in dem Musical um Take That? Die Boygroup ist drittrangig hier, um Überraschungen vorweg zunehmen. Jedenfalls fallen die Lieder bei diesem kruden Mix immer heraus und werden zur Shownummer degradiert. Ob das bei dieser intensiven Frauengeschichte gut geht? Früher am Theater des Westens hatte das schon nicht gut funktioniert (beispielsweise „Anything Goes“).

Heike Kloss ist eher vom Fernsehen bekannt als von ihrem Engagement in „Grease“ am Theater des Westens. Dazu noch irgendwer von Fernseh-DSDS plus ein Boygroup-Import aus der Originalproduktion. Soweit nicht schlecht und für Berlin absolut uninteressant. Wird die Besetzung irgendwas an Berlinern mobilisieren können? In einer Stadt, wo Theaterproduktionen mit Theatergrößen erfolgreich werben?

Ich wünsche mir so sehr nach Jahren des Dornröschenschlafs am Theater des Westens in Berlin einen großen Erfolg – ob „The Band“ dafür groß genug ist?
Zum Weihnachtsgeschäft beglückt die Stage Entertainment die Berliner mit der Tourneeversion von „Mamma Mia!“, wo ALLE ABBA Lieder in deutscher Sprache sind und zur Erstaufführung vor Jahren eins der Erfolgsfaktoren waren.

Fünf Freundinnen, als Teenager gespielt von Maria Arnold („young Rachel“), Kristin Heil („young Claire“), Laura Saleh („young Zoe“), Jara Maria Buczynski („young Heather“) und Ruth Lauer („young Debbie“). Vier von diesen fünf Freundinnen treffen sich nach 25 Jahren wieder und werden dann gespielt von Silke Geertz („Rachel“), Yvonne Köstler („Claire“), Laura Leyh („Heather“) und Heike Kloss („Zoe“). Die fünf Jungs der Boygroup werden gespielt von Helge Mark Lodder, Alex Charles, Taddeo Pellegrini, Sario Solomon und Prince Damien.
In weiteren Rollen spielen Tilman Madaus („Jeff“), Daniel Rossmeisl („Every Dave“) sowie Martin Timmy Haberger, Saskia Kästner, Katharina Lehmann, Clara Mills-Karzel, Isabel Waltsgott und Franziska Trunte. Die Boys werden gecovert von Sonny Grieveson und Eric Hallengren.

Ausblick auf den April 2019

Ausblick auf den April 2019:
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Nach den ersten 99 Vorstellungen im ersten Quartal 2019 möchte ich gerne einmal wieder Ende April 2019 unterwegs sein. Auch wenn ich dem Londoner „Grinning Man“ immer noch nachtraure, stehen „Der Mann mit dem Lachen“ in Dresden und „Der Teufel auf Erden“ in Chemnitz an.

In Berlin ist – wie immer – eine Menge zu sehen. Neben der von den Berlinern LEIDER ÜBERHAUPT NICHT erwarteten deutschsprachigen Erstaufführung „The Band“ (LEIDER mit den Liedern im Original) gibt es sechs weitere Premieren:
„Das weiße Rössl am Central Park“ vom Extrem-Off, „Die süße Dicke kommt – Helga Hahnemann“ von empfehlenswerten Liebhabern, „9 Tage wach“ von in letzter Zeit gar nicht empfehlenswerten Rummachern, „So auf Erden – eine himmlische Musical-Revue“ mit ambitionierten Amateuren, „Miscat Musicals“ mit ambitionierten Semiprofis (oder?) sowie das Gastspiel „Jesus Christ Superstar – The Musical Experience“ aus Polen.

Zusätzlich in Berlin wird besonderes geboten:
Flying Steps & OSGEMEOS inszenieren Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“, musikalisch überschrieben vom Komponisten-Brüderpaar Vivian und Ketan Bhatti, freitags bis sonntags – 5. April 2019 – 2. Juni 2019 im Hamburger Bahnhof Berlin,
Eine Neuauflage von „Charlys Tante“ gibt es im Schlosspark Theater ab 6. April 2019.
ORSO gibt eine „Rock Symphony Night“ in der Philharmonie am Dienstag, 16.4.2019. Am Dienstag, 30.4.2019, gibt es eine Präsentation von Musicalstudenten im Wintergarten. An diesem Abend dann Antje Rietz & Band mit „Spring Swing“ im Schlosspark Theater Berlin. „MIR IST HEUT SO NACH TAMERLAN – Eine Soubrette auf Kreuzfahrt“ legt an einen Tag zuvor im Bruckner-Foyer vom Renaissance-Theater Berlin – mit Winnie Böwe und Stefan Paul (Musik).
Und schließlich sind in Berlin „50 Jahre Tosca!“ in der Inszenierung von Boleslaw Barlog – Premiere war am 13. April 1969 in der Deutschen Oper in Berlin-Charlottenburg.

Viele interessante Kinofilme starten, die sehenswert sind: ab 11.4.2019 Kinostart „Alfons Zitterbacke“ (naja), „WALKING ON WATER“ (spannende Doku über Christo), ab 18.4.2019 „WENN DU KÖNIG WÄRST“ (britische Fantasy nicht nur für Schüler, sehr zu empfehlen) und „DIE SAGENHAFTEN VIER“ (Animation, ok), ab 25.4.2019 „Tea with the Dames“ (grandiose Doku).

26 Musicals stehen in der musicals (für Mai 28) und nur 20 in der Blickpunkt Musical (für Mai 27). 20 Musicals hatte die Musicalzentrale auch gemeldet (inklusive je eines Konzerts, Wiederaufnahme und Operette). Einige Inszenierungen von Operetten und Musicals fehlen noch? Bitte anmerken. Vielen Dank an alle, die mich rechtzeitig auf Produktionen hinwiesen oder von denen ich sie übernehmen konnte. Auf rechtzeitige und elektronische Plakate und Banner freue ich mich ebenfalls.
meine 37 Musical- und 5 Operettenpremieren sowie 5 Wiederaufnahmen mit Übernahmen und Gastspieltourneen von Operetten, Musicals (inklusive 7 oder mehr Uraufführungen, mindestens eine EE, DSE, ÖE) vermischt im April 2019:

Meine Premieren und Wiederaufnahmen im April 2019:
Musical! (Wien 1.4.),
Krawutzi Kaputzi (Wien 1.4.),
Edith Piaf und Marlene Dietrich – Das Musical (Zürich 3.4.),
UA Das Resort (Bern 4.4.),
Lili Marleen (Neuwied 4.4.),
WA Sunset Boulevard (Lübeck 4.4.),
UA Die Kinder der toten Stadt (Frankfurt am Main 5.4.),
UA Tinder (Karlsruhe 5.4.),
Das weiße Rössl am Central Park (Berlin 5.4.),
Whistle Down the Wind (Gießen 5.4.),
WA Es liegt in der Luft (Erfurt 5.4.),
UA Der Hase mit den Bernsteinaugen (Linz 6.4.),
Die süße Dicke kommt – Helga Hahnemann (Berlin 6.4.),
Meine Schwester und ich (Wien 6.4.),
Cabaret (Kaiserslautern 6.4.),
Die Lustige Witwe (Heidelberg 6.4.),
Everyman (Pforzheim 6.4.),
UA Wir (Hamburg 11.4.),
UA 9 Tage wach (Berlin 11.4.),
DSE The Band (Berlin 11.4.),
ÖE Doktor Schiwago (Gmunden 11.4.),
WA West Side Story (Lübeck 11.4.),
Salon Pitzelberger (Baden 12.4.),
WA? Jesus Christ Superstar (Wien 12.4.),
WA Jesus Christ Superstar (Linz 12.4.),
Jesus Christ Superstar (Duisburg 12.4.),
Cabaret (Nordhausen 12.4.),
Cabaret (Konstanz 12.4.),
Titanic (Rödermark 12.4.),
Das Feuerwerk (Leipzig 13.4.),
Frühlings Erwachen – Spring Awakening (Essen 13.4.),
WA The Sound of Music (Wien 13.4.),
EE Paramour (Hamburg 14.4.),
Avenue Q (Straubing 16.4.),
The Show Must go on (Dresden 18.4.),
ÖE Daddy Langbein (Wien 26.4.),
So auf Erden – eine himmlische Musical-Revue (Berlin 26.4.),
On the Town (München 26.4.),
UA Der Mann mit dem Lachen (Dresden 27.4.),
Kiss Me, Kate! (Hof 27.4.),
Miscat Musicals (Berlin 27.4.),
Der Teufel auf Erden (Chemnitz 27.4.),
María de Buenos Aires (Bremerhaven 27.4.),
Mein Herz schlägt Schlager (Hemsbach 27.4.),
Frankenstein junior (Zürich 28.4.),
Street Scene (Köln 28.4.),
Candide (Wien 30.4.),
Peter Pan (Erlenbach am Main 30.4.),
GS Jesus Christ Superstar – The Musical Experience (Berlin 30.4.)

 

24x Blutroter Waschgang

24 Fotos zur Uraufführung am 22. März 2019 im Kriminaltheater Berlin: „Blutroter Waschgang“ – Wer spielt mit wem? Vier Unbekannte, ein Waschsalon, ein zufälliges Treffen, ein Ziel?

Blutroter Waschgang
Kriminalstück von Heidi Ramlow

Uraufführung am 22. März 2019 im Kriminaltheater Berlin

Regie: Wolfgang Rumpf | Bühnenbild: Alessandro Vincenzi
Klara: Susanne Meyer | Konrad: Kai-Peter Gläser | Lisa: Teresa Scherhag | Max: Peter Dulke

38 Fotos aus Poros in Berlin

38 Fotos aus Poros
Oper in drei Akten mit Musik von Georg Friedrich Händel, Libretto nach dem dramma per musica Alessandro nell’Indie von Pietro Metastasio | Nachdichtung aus dem Italienischen von Susanne Felicitas Wolf

Premiere am 16. März 2019 in der Komischen Oper Berlin

Musikalische Leitung: Jörg Halubek | Inszenierung: Harry Kupfer | Bühnenbild: Hans Schavernoch | Kostüme: Yan Tax | Videodesign: Thomas Reimer | Dramaturgie: Simon Berger | Licht: Jürgen Hoffmann
Poros, König eines indischen Reiches: Dominik Köninger | Mahamaya, Königin eines anderen indischen Reiches: Ruzan Mantashyan | Gandharta, Feldherr des Poros: Philipp Meierhöfer | Sir Alexander: Eric Jurenas | Nimbavati, Schwester des Poros: Idunnu Münch | Timagenes: João Fernandes