25 Mal zu Dritt

25 Fotos zur neuen Fassung von „König Ubu“ in der Box vom Deutschen Theater Berlin.

„Alfred Jarrys absurd-komisches Spiel über niedere Instinkte, Habgier und Machtmissbrauch löste bei seiner Uraufführung 1896 einen gewaltigen Skandal aus.“

„König Ubu“
von Alfred Jarry

Premiere am 30. November 2016 in der Box vom Deutschen Theater Berlin

Fassung András Dömötör und Meike Schmitz | Regie: András Dömötör | Ausstattung: Sigi Colpe | Sound: Tamás Matkó | Dramaturgie: Meike Schmitz

mit Elias Arens, Božidar Kocevski und Linda Pöppel

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Fotos von Cinderella

Cinderella
von Christian Berg mit der Musik von Volker Rosin

Eine Produktion von C2 Concerts, Premiere am 26. November 2016 im Theater am Kurfürstendamm Berlin, bis 28. Dezember 2016

Regie: Melanie Herzig, Bühne: Kai von Aswege

mit Claudia Funke, Tamina Ciskowski, Nicholas Shannon und Volker Figge

Spieldauer: ca. 95 min, eine Pause

© Frank Wesner für alleseintheater.wordpress.com

Großstadtdschungelfotostrecke

Ein Musikalbum dient als Vorlage – hier ein Album mit Fotos zur Uraufführung am 23. November 2016 an der Neuköllner Oper Berlin: „Affe“.

Ein 90 minütiger Trip mit den Songs von Peter Fox‘ „Stadtaffe“ – Buch: John von Düffel & Fabian Gerhardt in einer Bearbeitung von Regisseur Fabian Gerhardt

Spielzeit vom 23. November 2016 bis 5. Januar 2017

Regie: Fabian Gerhardt | Arrangements / Musikalische Leitung: Fred Sauer | Ausstattung: Michael Graessner | Choreografie: Stella Caric | Video: Vincent Stefan | Vocal Coach: Nicola Rost
Ensemble: Amy Benkenstein, Sohel Altan Gol, Sergej Lubic, Achan Malonda, Anton Weil, Rubini Zöllner
Violine: Sarah Piorkowsky | Ulrike Schnelle | Viola: Sonja Firker | Violoncello: Ladis Cinzek | Bass: Björn Werra | Drums: Tim Kroker

 

fabelhafter Tanz- und Musikfilm

Nun ist pünktlich vor Weihnachten der letzte der „Streetdance“-Filme in den Geschäften. „Streetdance New York“ spielt nicht wie die genialen Vorgänger in Europa, streetdance-new-york-20160714-kino-br-copyright-hinweis-squareone-entertainment_universum-film-verwenden sondern jetzt in den USA, kommt den „Step Up“-Filme näher und bringt eine Balletttänzerin und einen Violinisten zusammen.

Sieh die Musik, hör den Tanz! (nach Balanchine)

Aus dem Aufeinandertreffen von unterschiedlichen Genres und Musikstilen entfaltet sich eine kraftvolle Geschichte für Erkenntnisgewinn, Durchsetzungsvermögen und Zusammenhalt. Und eben nicht nur Streetdance, Moves und Elektrosounds. Sondern so viel mehr.

Im Kino gefiel der Film mir schon sehr im Sommer.

Zu den 97 fabelhaften Minuten auf der Blu-ray, die man einfach kennen muss und dann lieben lernt, kommen noch sieben Tanzfilmtrailer plus dem eigenen Kinotrailer. Als lächerliches „Special Feature“ gibt es ein langweiliges Musikvideo, was vor allem von der eingesetzten Windmaschine belebt wird. Ansonsten rekelt und langweilt die viel zu stark um die Augen geschminkte Sängerin.
Doch warum gibt es kein Feature zu den Dreharbeiten, den Tanz- und Musikstilen. Gerade, um einer jüngeren Generation etwas über die Vielfältigkeit zu erklären. Um eben Musik sichtbar zu machen. Schade. Leerer Platz auf der Scheibe verschenkt.

„Streetdance New York“ (High Strung)
ab 14. Juli 2016 im Kino
ab 17. November 2016 auf DVD oder Blu-ray erhältlich

Regie: Michael Damian; Buch: Janeen Damian und Michael Damian
mit Keenan Kampa, Nicholas Galitzine, Marcus Emanuel Mitchell, Jane Seymour, Sonoya Mizuno, Richard Southgate, Paul Freeman u.a.

Phantastische Tierwesen im magischen New York

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Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind – Magizoologe Newt Scamander

Zum Glück kann schnell online bei Wikipedia nachgeschlagen werden, um den nicht eigenständig stehenden neuen Kinofilm „Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind“ einordnen zu können. Denn leider war die knapp vor dem Kinostart gezeigte, originalsprachige Voraufführung nicht wirklich beglückend.
Zum einen setzen die vielen Figuren voraus, dass die verschiedenen Verbindungen (Magierzirkel, Bekämpfer etc.) bekannt sind. Zum anderen machen sie aber untereinander auch viele Unterschiede. Und Magizoologe Newt Scamander, der in seinem handelsüblichen Koffer phantastische Tierwesen nach Amerika bzw. New York eingeschleust hat, braucht neue Verbündete, um seine Wesen zu schützen – oder auch wieder einzufangen. Dabei entpuppt sich der Koffer als eigenes Universum vielfältiger Orte.
Und gerade hier kann die moderne Tricktechnik mit dem präzisen Spiel der Darsteller den Zuschauer verzaubern. Die Ausstattung, Maske, Musik sind großartig, aber worauf steuert die Geschichte hin? Für mich war der Film keine Erfüllung und kann ihn daher nicht empfehlen.

Das Prequel zu den Potter-Büchern spielt 70 Jahre davor im New York der 1920er. „Das fiktive Buch vom Autor Newt Scamander wird erstmals in „Harry Potter und der Stein der Weisen“ erwähnt: Dort steht es auf der Liste der Lehrbücher, die die Schüler für ihr erstes Schuljahr in Hogwarts benötigen.“

„Das reale, 64-seitige Buch von Joanne K. Rowling aus dem Jahr 2001 basiert auf der Romanvorlage und wurde deshalb unter dem Pseudonym Newt Scamander veröffentlicht.“
Fürs Kino ist eine fünfteilige Fantasy-Filmreihe geplant, alle zwei Jahre im November der nächste Kinofilm herauskommen soll und die „Handlung insgesamt eine Zeitspanne von 19 Jahren umfassen soll.“

Phantastische Tierwesen und wo sie zu finden sind (Originaltitel: Fantastic Beasts and Where to Find Them)
Kinostart am 17. November 2016 in Deutschland

Regie: David Yates, Drehbuch: J. K. Rowling, Musik: James Newton Howard
mit Eddie Redmayne als Newt Scamander, Katherine Waterston als Porpentina „Tina“ Goldstein, Dan Fogler als Jacob Kowalski, Alison Sudol als Queenie Goldstein, Colin Farrell als Percival Graves, Ezra Miller als Credence Barebone, Jon Voight als Henry Shaw senior u.a. sowie ganz kurz Johnny Depp als Gellert Grindelwald.

 

musicalische Leinwandträumerei

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„Tini: Violettas Zukunft“ ab 3. November 2016 im Kino

Burn-Out beim weiblich, schönen Jungstar Violetta. Unreif, wie sie vorgibt, wirft sie hin und flüchtet in ihre ferne Vergangenheit – in ein Fischerdorf auf Sizilien in Italien. Dort erholt sie sich, verliebt sich fast neu und erfährt einiges über ihre Herkunft. Das ist Stoff für ein neues, selbst komponiertes Lied und einen ganzen Kinofilm voller fantastischer Sommersonnenaufnahmen mit bester Postkartenromantik: „Tini: Violettas Zukunft“.

Wirklich schön, wunderbar besetzt und leicht unglaubwürdig, weil das Festivalkonzert aus einem einzigen Lied besteht und Tini Pflicht unbewusst fast ihren Auftritt – ohne jeglichen Soundcheck einzuplanen – sausen lässt.
Dafür aber mit Musicalerfahrenen Darstellern aus Süd- und Nordamerika.

„Tini: Violettas Zukunft“
ab 3. November 2016 im Kino mit Martina Stoessel

Sehen wie Mapplethorpe

Schon in den ersten Sätzen der Dokumentation „Mapplethorpe“ fallen die beschreibenen Worte: Fotograf, Kunst, Homosexualität, Nackheit, Dämon, kontrovers.
Vorangestellt sind die Sätze der Ankläger, die in den 1990er Jahren eine Retrospektive seine Arbeiten einer schon vorher in den USA gezeigten Ausstellung verhindern wollten – erfolglos.
Der Film selbst geht von der beginnenden Auswahl für eine Doppelausstellung seiner der Robert Mapplethorpe Fotographien aus und skizziert im zeitlichen Ablauf die Stationen seines Lebens – über seinen Tod hinaus. Die beiden Filmemacher Randy Barbato und Fenton Bailey machen das mit Bewunderung, Verehrung und Distanz. Sie versuchen auch den Humor zu entdecken, besonders wenn die beiden glatzköpfigen Modelle erzählen, dass ihre Anordnung auf dem Bild schlicht Gründe in der Größe statt konzeptionelle Aussage hat.
Die teilweise heute noch pornografischen Fotos – und auch die, die diese Bezeichnung längst verloren haben – werden geschickt eingebunden und gezeigt. Mit Nähe, Distanz und Lust.
Ein sehr gelungener Dokumentarfilm, der den Provokateur und Manipulateur facettenreich vorstellt. Ein spannender Blick zurück in die Nahe Vergangenheit.
Am 4. November 2016 – einen Tag nach dem deutschen Kinostart – hätte Robert Mapplethorpe seinen 70. Geburtstag gefeiert.

Mapplethorpe: Look at the pictures
Dokumentarfilm
Kinostart: 3. November 2016
Verleih: Koolfilm
Regie: Randy Barbato und Fenton Bailey