London im Februar 2020

Folgend ein paar Kurzbewertungen nach 12 Tagen mit 22 Vorstellungen in London. Fazit: Großes Geschichteerzählen dort, super Inszenierungen weiterhin, nicht alles richtig ausverkauft (fehlen Touristen?), wenig Schilder mit der Dayseatswerbung, obwohl sie im Theater Angebote machen. Einfach fragen!

***** Wicked (Apollo Victoria)
****o Les Miserables (Sondheim Theatre London)
***** Be More Chill (The Other Palace)
***** Waitress (Adelphi Theatre London) ab 07.03.2019
****o Tina (Aldwych London)
***** & Juliet – The Musical (Shaftesbury London) UA war am 20. Nov 2019
***** Come From Away (Phoenix Theatre London) EE war am 18.2.2019;
****o Magic Mike Live (The Theatre at the Hippodrome Casino London)
****o In the Heights (Urdang Academy im Bernie Grant Arts Centre London) 4x 21.+22.2.2020
**ooo The Prince of Egypt (Dominion Theatre London)
****o The Boy Friend (Menier Chocolate Factory London) 22 Nov 2019 / 3 Dec 2019 – 7 March 2020
****o Cabaret (New Wimbledon Theatre London)
***** The Wedding Singer (Troubadour Wembley Park Theatre London) 30 January 2020 – 1 March 2020
***oo The Pirate Queen – A Charity Concert (London Coliseum London)
***** School of Rock (New London Theatre London) UA war am 14. November 2016
***** Hamilton (Victoria Palace Theatre London)
****o 9 to 5 (Savoy Theatre London) Premiere war am 17.2.2019, must end 23 May;
***oo Musical of Musicals (Sedos im Bridewell Theatre London) 25-29 February 2020
***** Phantom of The Opera & Haymarket Hotel Afternoon Tea (Her Majesty’s Theatre London)
****o Magic Goes Wrong (Vaudeville Theatre London) from 14 December 2019 / 8 January, 2020
****o Our House (Urdang Academy im Bernie Grant Arts Centre London) 4x 28.+29.2.2020
****o Blitz! (Union Theatre Southwalk London) 6th February – 7th March 2020

Rita Feldmeier und ihr Marlene-Dietrich-Abend

Ich mag sehr handwerklich fähige, erfahrene und starke Schauspielerinnen wie Rita Feldmeier. Sie reihte sich nicht erst 2001 in die Reihe der Darstellerinnen ein, die die Diva Dietrich auf der Bühne lebendig werden lassen, als dieser Marlene-Dietrich-Abend in Potsdam entstand. Dabei werden Lieder so interpretiert, wie es Marlene getan hat, hätte oder getan haben könnte. Und das ist nun wirklich nicht an sich schon Abend füllend.
Auffallend war, dass besonders zwei in Deutsch gesungene französische Chansons positiv herausstachen: „Marie“ und „Bitte geh nicht fort“. Ansonsten gibt es zum Glück nicht die allseits bekannte Auswahl, Berliner Gassenhauer kommen im Steglitzer Schlossparktheater erwartungsgemäß gut an. Klassiker mit Oh-Effekt fehlen natürlich auch nicht.
Doch Szene, Zeit und Ort des Nachkriegskonzerts der Heimkehrerin Marlene übertragen sich keineswegs. Es bleibt beliebig, ob wir uns in der Garderobe oder auf der Bühne befinden. Viel enttäuschender aber ist, dass der von Schauspieler und Ehemann Achim Wolff inszenierte Abend außer bekannten Zitaten der Dietrich so extrem unpolitisch wird und wirkt. Bei einer solchen Vorlage von Frau mit politischem Standpunkt!
Unterschwelliges bietet da eher der Stichwortgeber und Pianist des Abends, Jörg Daniel Heinzmann. Da klingen und kommentieren Melodien in Vor- und Zwischenspielen anderer Lieder. Ansonsten der perfekte Begleiter, den nicht nur Marlene schätzen würde.
Das fiktive Konzert am Standmikro mit schimmernden Kleid und wallenden, weißen Mantel sowie kleinen Anekdoten auf ansonsten komplett entleerter Bühne funktioniert prächtig mit der mitgebrachten Erwartungshaltung. Etwas mehr Überraschung, Unterschwelligkeit, Humor und auch Distanz der Schauspielerin zur Diva wären nötig und gewünscht gewesen.

Allein in einer großen Stadt
ein Marlene-Dietrich-Abend
Gastspiele im Schlosspark Theater, Schloßstr. 48, 12165 Berlin, Premiere am 17. November 2019
Regie: Achim Wolff | Marlene: Rita Feldmeier | Jörg Daniel Heinzmann am Flügel

Drei Termine im Schlosspark Theater Berlin, 17. und 24. November sowie 28. Dezember 2019

Ausblick auf den August 2019

Ausblick auf den August 2019:
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Die Sommerspiele spielen langsam ab. Mich erreichen sie kaum. Zu viel Aufwand mit dem Reisen, vor allem zurück. Zu wenig direkte Ansprache. Die Gründe sind verschieden. Die spielfreie Zeit der staatlich geförderten Theater geht zu Ende und sie melden sich mit ersten Premieren und einigen Wiederaufnahmen zurück. Daher noch wenig Neues, aber …

In Berlin freue ich mich auf „Blutiger Honig“ und „All Shook Up“ sowie zwei Konzerte: Rainer Bielfeldt mit „Zwei Leben“ in der Wabe Berlin und Antje Rietz & Band mit Sommersprossen Serenade im Schlosspark Theater Berlin.

Interessante Kinofilme starten, die sehenswert sind:
„TOY STORY 4“ ab 15. August 2019 erzählt erfrischend die Welt, die Schwierigkeiten, das Mit- und Gegeneinander wieder mit gewohnter Perspektive.
„BLINDED BY THE LIGHT“ startet am 22. August 2019. Die Story der Autorin/Regisseurin/Produzentin Gurinder Chadha („Kick It Like Beckham“) wird begleitet von der Musik und den Liedtexten von Springsteen, der Chadha zu Beginn des Films seinen Segen gab. Der Film erzählt die Geschichte von Javed (Viveik Kalra), einem britischen Teenager pakistanischer Abstammung, der 1987 in der englischen Stadt Luton lebt. Inmitten der ethnischen und wirtschaftlichen Unruhen der damaligen Zeit schreibt er Gedichte, um der Intoleranz seiner Heimatstadt und der Unbeugsamkeit seines konservativen Vaters zu entkommen.

Wie viele Musicals stehen in der musicals und in der Blickpunkt Musical ÜBERHAUPT?
15 Musicals hatte die Musicalzentrale auch gemeldet – leider mit einem Namendreher und es sind keine Uraufführungen gekennzeichnet.
Einige Inszenierungen von Operetten und Musicals fehlen noch? Bitte anmerken. Vielen Dank an alle, die mich rechtzeitig auf Produktionen hinwiesen oder von denen ich sie übernehmen konnte. Auf rechtzeitige und elektronische Plakate und Banner freue ich mich ebenfalls.

meine 18 Musical- und 2 Operettenpremieren sowie 11 Wiederaufnahmen mit Übernahmen von Operetten, Musicals (inklusive 3 Uraufführungen und einer deutschen Erstaufführung) vermischt im August 2019:
Höchste Zeit (Bad Freienwalde 2.8.),
9 to 5 (Hamburg 2.8.),
Kuss der Spinnenfrau (Baden 3.8.),
Blutiger Honig (Berlin 3.8.),
DE Love Linda – das Leben der Mrs. Cole Porter (Eichstätt 8.8.),
UA Der Name der Rose (Erfurt 9.8.),
UA Meine Herren und Damen: Marie! (Neunkirchen 9.8.),
WA 1900. Mal Linie 1 (Berlin 9.8.),
The Sound of Music (Bückeburg 10.8.),
Orpheus in der Unterwelt / Orphée aux Enfers (Salzburg 14.8.),
Nein! Doch! Oh! (Linz 15.8.),
WA Im weißen Rössl (Berlin 15.8.),
WA In der Bar zum Krokodil (Schwäbisch Hall 15.8.),
UA Zucker (Wunsiedel 16.8.),
Linie 1 (Dortmund 16.8.),
Die Schatzinsel (von Dennis Martin) (Ehrenfriedersdorf 18.8.),
GS-WA Dornröschen ‒ Das Musical (München 18.8.),
End of the Rainbow (Merzig 21.8.),
All Shook Up (Berlin-Wedding 22.8.),
Rock´n´ Roll & Kuskusbällchen (Essen 22.8.),
Bonifatius (Fulda 22.8.),
WA Candide (Berlin 22.8.),
Im weißen Rössl (Weyhe 23.8.),
WA Roxy und ihr Wunderteam (Berlin 23.8.),
WA Chaplin – Das Musical (Braunschweig 24.8.),
WA Saturday Night Fever (Wiesbaden 25.8.),
WA My Fair Lady (Cottbus 28.8.),
WA Spatz und Engel (Detmold 29.8.),
Fame (Wiesbaden 30.8.),
The Black Rider (Paderborn 31.8.)

Ausblick auf den Juli 2019

Ausblick auf den Juli 2019:
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Da Anfang Juli die final-year actors der Londoner Guildhall School im Silk Street Theatre traditionell ihr Musical zeigen (mit Matineen am Freitag UND Montag) und dieses Jahr sogar Stephen Sondheims bisher nur einmal gesehenes „Merrily We Roll Along“, bin ich im Juli länger in London. Da kommt die deutsche, extrem weit auseinander gezogene Freilichttheaterszene nicht mit und weckt kein Interesse. Interssante Stücke, Regisseur*innen und Besetzungen reichen da einfach nicht an London heran.

Volles Programm dort in London, obwohl „Amour“ wegen schlechten Kartenverkaufs sehr frühzeitig abgesetzt wurde (und ich zwei Mal sehen wollte) und die Kartenpreise mit drei Premiumstufen eigentlich unbezahlbar werden. Das widerum hat zur Folge, dass die Theater nicht voll sind und viel unternehmen, um wenigstens am Abend ausverkauft zu sein. Selbst „Tina“ hat nun als Rush Tickets bezeichnete Dayseats im Angebot. „Aladdin“ hört – schon – auf im Prince Edward Theatre und Les Misérables“ verlässt am 13. Juli 2019 für Renovierungsarbeiten das Queen’s Theatre – anschließend Umzug ins Gielgud, aber nur konzertant.

Berlin bietet große Vielfalt und zeigt an einem Abend gleichzeitig „Spatz und Engel“ (Renaissance Theater), „Cabaret“ (Tipi am Kanzleramt Berlin), „Drachenherz“ (UdK-Musical in der Neuköllner Oper Berlin) sowie die BB Promotion Tourneen „Chicago“ (Admiralspalast Theater Berlin) und „Star Dust“ (Komische Oper Berlin). Würde ich alles sehen wollen, wenn ich es noch nicht gesehen hätte und überhaupt da wäre.

Viele interessante Kinofilme starten, die sehenswert sind:
Am Donnerstag, 4.7.2019, Kinostart „Traumfabrik“, am 11. Juli 2019 „Yesterday“ und „STREETDANCE – FOLGE DEINEM TRAUM!“ sowie am 18. Juli 2019 die diesjährig dritte „Realverfilmung“ eines früheren Disney-Zeichentrickfilms: „Der König der Löwen“.

25 Musicals hatte die Musicalzentrale auch gemeldet – leider sind keine Uraufführungen gekennzeichnet.
Einige Inszenierungen von Operetten und Musicals fehlen noch? Bitte anmerken. Vielen Dank an alle, die mich rechtzeitig auf Produktionen hinwiesen oder von denen ich sie übernehmen konnte. Auf rechtzeitige und elektronische Plakate und Banner freue ich mich ebenfalls.

Extreme Vielfalt in den Stücken – nur von „Cabaret“ gibt es eine Premiere und eine Wiederaufnahme.
meine 30 Musical- und 5 Operettenpremieren sowie 8 Wiederaufnahmen mit Übernahmen von Operetten, Musicals (inklusive Uraufführungen?) vermischt im Juli 2019:

Ein seltsamer Heiliger oder ein irrer Duft von Bibernell (Wolgast 3.7.),
ÜN Tscharleys Tante (Wien 3.7.),
Der Teufel mit den drei goldenen Haaren (Kassel 4.7.),
Der Mann von La Mancha (Ettlingen 4.7.),
Der Vetter aus Dingsda (Röttingen 4.7.),
Shockheaded Peter – Struwwelpeter (Magdeburg 5.7.),
WA Anatevka (Heidelberg 4.7.),
Die lustige Witwe (Weitra 5.7.),
Hair (Bad Gandersheim 5.7.),
Elisabeth – halbszenisch? (Wien 5.7.),
WA Elfen-Feuer ZWISCHEN FELSEN (Ehrenfriedersdorf 6.7.),
WA Der Zigeunerbaron (Ehrenfriedersdorf 7.7.),
Oper erleben: Joseph and the Amazing Technicolor Dreamcoat (Dortmund 10.7.),
Der Zauberer von Oz (Kempten 10.7.),
Al Dente – Ich bin hier Le Chef (Bad Gandersheim 10.7.),
Fly me to the moon (Melk 10.7.),
Ich war noch niemals in New York (Thun 10.7.),
Das Land des Lächelns (Mörbisch 11.7.),
Eine Hochzeit zum Verlieben (Salzhemmendorf 12.7.),
Non(n)sens (Eichstätt 12.7.),
Funny Girl (Bad Hersfeld 12.7.),
WA Cabaret (Berlin 12.7.),
Zigeunerliebe (Baden 13.7.),
Im weißen Rössl (Bad Ischl 13.7.),
Aida (Schwäbisch Hall 13.7.),
WA Priscilla – Königin der Wüste (München 15.7.),
The Rocky Horror Show (Amstetten 17.7.),
WA Wir sind mal kurz weg (Dresden 17.7.),
Breaking Free – A Tribute To Queen (Bad Leonfelden 18.7.),
Mona Lisa – Das Musical (Altenkrempe 19.7.),
Der Spuk persönlich (Berlin 20.7.),
Best of 2019 (Hamburg 20.7.),
Heiße Ecke (Horn-Bad Meinberg 20.7.),
Der Watzmann ruft (München 25.7.),
Doktor Schiwago (Tecklenburg 26.7.),
Der Graf von Monte Christo (Staatz-Kautendorf 26.7.),
Cabaret (Steyr 26.7.),
WA Pflanz der Vampire (Wien 26.7.),
Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs (Hamburg 27.7.),
Blues Brothers (Ehrenfriedersdorf 27.7.),
Fast normal (Marburg 30.7.),
Artus Excalibur (Zwingenberg 31.7.)

Muttis Kinder ganz groß

#MuttisKinder #BarjederVernunft #Berlin

Warum Muttis Kinder noch in keiner Operette auf der Bühne stehen, ist mir unerklärlich. Seit Jahren formieren die drei Schauspieler*innen sich als A-Cappella-Trio mit ihren ureigenen Interpretationen von bekannten Popsongs bis zu eigenen Werken. Dabei wird nicht nur gesungen, sondern werden allerhand Musikinstrumente mit den Stimmbändern und Wangenmuskeln imitiert.

Am Besten gefallen mir die Drei, wenn sie als Schauspieler die Lieder interpretieren. Auch die Mashups bleiben immer spannend, weil nicht schnell offensichtlich ist, was sich noch „spontan“ entwickeln wird. Wenn sie aber ganz frei in der Assoziation werden, verliere ich den Fokus und es wird, was vorher noch virtuos war, eher zum schnellen Klamauk.

Technisch sehr ausgereift und auf den Punkt zudem in verschiedenen Stilen sicher. Ob das nicht auch Bühnenwerken eine neue Sicht und frische Interpretation geben würde?

Ausblick auf den Mai 2019

Ausblick auf den Mai 2019:
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Die Freiluftsaison interessiert mich nicht. Vieles wird geboten. So gut wie alles ist mir viel zu aufwändig, dorthin extra zu reisen. Und dieses nervige, sich selbst feiernde Theatertreffen, dass zum einen NUR Schauspiele berücksichtigt und sich NICHT alle Produktionen angesehen hat, sondern mit starker Vorauswahl mit einer Auswahl nur sich selbst bestätigt.
Berlin bietet am 2. Mai 2019 die WA „Sonny Boys“ im Schlosspark Theater, am 13.5. endlich wieder einmal „Die Schreib:maschine“ der Deutschen Musical Akademie in der Neuköllner Oper Berlin. Sollte öfters und erfolgreicher sein, aber immerhin ein schöner Abend.
Katharine Mehrling gibt ein Gershwin/Bernstein-Konzert in der Deutschen Oper Berlin und zeigt „vive la vie“ in der Bar jeder Vernunft Berlin.
Am Sonntag, 19.05.2019, fällt die Vorstellung „The Band – Das Musical“ aus (abends wird eh nicht gespielt) und dafür gibt es ab 13°° Uhr einen Tag der offenen Tür im Theater des Westens Berlin.
Als Musiktheaterwerkstatt gibt es „Szenen aus der Fledermaus“ an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ in Berlin im Studiosaal – jeweils 2x in Version 1 und 2 (die im Juni). Was auch immer das bedeuten soll.
Am Dienstag, 28.05.2919, präsentiert Johannes Kram eine Gala „10 Jahre Nollendorfblog“ im Tipi Berlin mit vielen Gästen.

Anlässlich des 200. Geburtstages von Franz von Suppé feiert der Lehrgang für Klassische Operette den oftmals auch als „Vater der Wiener Operette“ bezeichneten Komponisten – ein „Souper für Suppé“. Am Montag, 13. Mai 2019, in der MUK – Musik und Kunst Privatuniversität der Stadt Wien, MUK.podium, Johannesgasse 4a, 1010 Wien. Regie: Wolfgang Dosch Musikalische Leitung, Klavier: László Gyükér.
Mit Musik von Johann Strauß, Wolfgang Rihm und mit den Neuen Wiener Concert Schrammeln gibt es die BALLETT-UA „1-2-3 … EIN WALZERTRAUMA“ an der Oper Hannover. CHOREOGRAPHIE: Jörg Mannes; BÜHNE: Thomas Rupert; KOSTÜME: Rosa Ana Chanzá;

Das zweimalige Kinoereignis ist am 16.5. und 19.5.2019 in teilnehmenden Lichtspielhäusern „MAQUIA – EINE UNSTERBLICHE LIEBESGESCHICHTE“ – ein Japan Anime der fantastischen Art.
Viele interessante Kinofilme starten, die sehenswert sind:
am Do 02.05.19 „ROYAL CORGI – DER LIEBLING DER QUEEN“ (möchte ich noch nachholen),
am Do 09.05.19 das umwerfende, amerikanische Biopic „STAN & OLLIE“, die Theateradaption mit Transgenderthematik „ANYTHING“ sowie „GLAM GIRLS – HINREISSEND VERDORBEN“ mit Anne Hathaway, Rebel Wilson, Tim Blake Nelson, Alex Sharp; Regie: Chris Addison;
am Do 16.05.19 die russische Animation „URFIN – DER ZAUBERER VON OZ“ in der ganz eigenen Erzähl- und Animationsweise.
am Do 23.05.19 die lang erwartete Disney-Neuverfilmung „ALADDIN“ mit neuen und bekannten Liedern; die lange, aber auch viel zu kurze (!) Dokumentation über die eigene Seereise, um Musik aufzunehmen: „BLOWN AWAY – Music, Miles and Magic“ sowie „Sunset over Hollywood“ von Uli Gaulke (Doku über Hollywood in Rente)
am Do 30.05.19 „MISTER LINK – EIN FELLIG VERRÜCKTES ABENTEUER“ – ein schlaues, empfehlenswertes Animationsabenteuer sowie „ROCKET MAN“ – die musikalische Autobiographie, von der noch viel vor dem Kinostart geheim ist.

Ausblick auf Mai 2019

28 Musicals stehen in der musicals und immerhin sogar 27 in der Blickpunkt Musical.
40 Musicals hatte die Musicalzentrale auch gemeldet – leider sind keine Uraufführungen gekennzeichnet (inklusive von vier Konzerten, einer Voraufführung und einer Falschmeldung, wo das Jahr niemand überprüft hat). Einige Inszenierungen von Operetten und Musicals fehlen noch? Bitte anmerken. Vielen Dank an alle, die mich rechtzeitig auf Produktionen hinwiesen oder von denen ich sie übernehmen konnte. Auf rechtzeitige und elektronische Plakate und Banner freue ich mich ebenfalls.

meine 46 Musical- und 6 Operettenpremieren sowie 5 Wiederaufnahmen mit Übernahmen und Gastspieltourneen von Operetten, Musicals (inklusive 7 oder mehr Uraufführungen, mindestens eine EE und DSE) vermischt im Mai 2019:
Evita (Klagenfurt 2.5.),
UA Radio Ruhrpott (Castrop-Rauxel 2.5.),
EE Be More Chill (Wien 3.5.),
Peter Pan (München 3.5.),
Spring Awakening (Rostock 3.5.),
Shockheaded Peter (Eggenfelden 3.5.),
Cats for Kids (Trier 3.5.),
UA Tscharleys Tante (Gablitz 4.5.),
Dreiviertel Leonce und Lena (Köln 4.5.),
Anatevka (Magdeburg 4.5.),
Die Fischbrötchenoper (Stralsund 4.5.),
Jekyll & Hyde (Halberstadt 4.5.),
Hair (Radebeul 4.5.),
Cabaret (Geislingen 4.5.),
VA WALLACE – Das Musical (Pulheim 4.5.),
Der Vetter aus Dingsda (Coburg 5.5.),
Next To Normal (Wien 6.5.),
UA Bayern Sonate (Straubing 7.5.),
Edges (Regensburg 8.5.),
ÜN Otello darf nicht platzen (Lend me a Tenor) (Krefeld 8.5.),
ist die Welt auch noch so schön (Berlin 9.5.),
Die letzten fünf Jahre (Zwickau 9.5.),
Geliebter Jacques … (Frankfurt am Main 9.5.),
UA Jacob und Wilhelm – Weltenwandler (Hanau 10.5.),
Der kleine Horrorladen (Lüneburg 10.5.),
UA Maximilian – Ein wahrer Ritter (Wiener Neustadt 11.5.),
Elternabend (Hildesheim 11.5.),
Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Come Back (Braunschweig 11.5.),
Hedwig & The Angry Inch (Karlsruhe 12.5.),
Zwei auf einer Insel (Salzburg 16.5.),
First Date (Kerpen 16.5.),
Sunset Boulevard (Bozen 16.5.),
Mamma Mia! (Stuttgart 17.5.),
Emil und die Detektive (Röttingen 17.5.),
Spatz und Engel (Detmold 17.5.),
9 to 5 (Mainz 17.5.),
Der Bettelstudent (Leipzig 18.5.),
Grimm und weg! (Schwalbach 18.5.),
Wir gratulieren! Zwei Werke – ein Anlass: Mieczysław Weinberg zum 100sten Geburtstag & Jacques Offenbach zum 200sten Geburtstag (Greifswald 18.5.),
Natürlich Blond (Coesfeld 18.5.),
Chicago (Innsbruck 18.5.),
Lazarus (Bielefeld 18.5.),
WA My Fair Lady (Köln 19.5.),
WA Carousel (Wien 20.5.),
The Black Rider (Würzburg 23.5.),
Rocky Horror Show (Neunkirchen 23.5.),
Irma la Douce (Neubrandenburg 24.5.),
GS Katharina die Große (Berlin 24.5., russische Originalsprache),
Die Dreigroschenoper (Senftenberg 25.5.),
Anatevka (Lähden-Ahmsen 25.5.),
ÜN La Cage aux Folles (Ein Käfig voller Narren) (Zwickau 25.5.),
WA Stuwwelpeter (Lüneburg 25.5.),
UA Shirin & Leif (Bremen 26.5.),
UA Sommer, Sonne, 79 (Dinkelsbühl 28.5.),
DSE Madagascar (Wunsiedel 29.5.),
Das Dschungelbuch (Salzhemmendorf 29.5.),
Roxy und ihr Wunderteam (Berlin 31.5.)

Ausblick auf den Februar 2019

Ausblick auf den Februar 2019:
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Wenn nicht die Plakate- und Bannerrecherche so viel Zeit stehlen würde. Unglaublich, was heutzutage nicht im Internet zu finden ist …

In Berlin im Februar 2019 gibt es neben dem extrem gut verkauften „Hase Hase“ (Komödie am Kurfürstendamm im Schiller Theater) und den eher erst kurzfristig ausverkauften „Frau Luna“ (Tipi am Kanzleramt) vor allem interessante Gastspiele oder einmalige Aufführungen.
Am Montag, 4.2.2019, die semiszenische Opernaufführung „Edgar“ im Konzerthaus Berlin ist schon was besonderes. „Der Bericht für eine Akademie“ hat Premiere im Gorki am 8.2.
Am 9. Februar folgt die vielversprechende Uraufführung „Mörder und Mörderinnen“ im Schlosspark Theater (Regie: Thomas Schendel; Mit Philipp Sonntag, Irene Christ, Anne Rathsfeld, Oliver Nitsche, Mario Ramos, Karsten Kramer & Raimond Knoll). Die von mir ausdrücklich NICHT geschätzte „West Side Story“ kommt an der Komischen Oper Berlin wieder (Regie: Barrie Kosky, Otto Pichler). Gastspiele von Max Raabe & Palast Orchester im Admiralspalast Theater Berlin (12.2.-3.3.2019) sowie Holiday On Ice: Atlantis im Tempodrom Berlin (21.2.-3.3.2019)
NUR ZWEI MAL wird gespielt „Alles Märchen, das Musical von Bellmann und Rühmeier“ im Kulturhaus Alte Feuerwache Friedrichshain (Stagenow Musical Berlin) und DREI MAL Lieber Tot (Wiederaufnahme) an der UdK Berlin (Ein PROJEKT des 4. Jahrgangs MUSICAL nach Motiven aus ROMEO UND JULIA, Inszenierung: Mathias Noack; Musikalische Leitung: Adam Benzwi). Die UdK Big Band gibt ein Konzert im Schlot (Sa 16.02.2019).

Außerhalb von Berlin gibt hören Longruns auf: bis So 03.02.19 „Aladdin“ in der Neuen Flora Hamburg (06. 12. 2015 bis 3.2.2019, dann ab 21.3.2019 im Apollo Theater Stuttgart). Dort macht Platz am So 10.02.2019 das großartige, wahrscheinlich nicht optimal verkaufte „Der Glöckner von Notre Dame“ im Apollo Theater Stuttgart (18.2.-9.9.2018, verlängert bis So 10.2.2019). Leider wird es wie immer keine verlässlichen Zahlen geben. Warum sollte es mit der Stage Entertainment auch besser werden?

Viele interessante Kinofilme starten, die sehenswert sind: NUR So 03.02.19 „Big Fish & Begonia“ (fantasievoller Animationsfilm, der mit seiner Mischung aus Coming-of-Age-Geschichte, Drama und Fantasy-Abenteuer)
Ab 07.02.19 „Drachenzähmen leicht gemacht 3: Die geheime Welt“ und „THE LEGO MOVIE 2„. Dann Kinostart „CLUB DER ROTEN BÄNDER – WIE ALLES BEGANN“ (am 14.2.2019 – EMPFEHLUNG!, auch, wenn man die Serie nicht kennt).
ab 21.2.2019 „MEIN BESTER & ICH (OT: THE UPSIDE)“ (Remake Ziemlich beste Freunde) und Kinostart „WIE GUT IST DEINE BEZIEHUNG?“ am 28.2.2019 mit spannender, ideenreicher Geschichte und großartigem Ensemble. ANSEHEN!

14 Musicals hatte die Musicalzentrale auch gemeldet. Einige Inszenierungen von Operetten und Musicals fehlen noch? Bitte anmerken. Vielen Dank an alle, die mich rechtzeitig auf Produktionen hinwiesen oder von denen ich sie übernehmen konnte. Auf rechtzeitige und elektronische Plakate und Banner freue ich mich ebenfalls.

meine 29 Musical- und 7 Operettenpremieren sowie 10 Wiederaufnahmen mit Übernahmen und Gastspieltourneen von Operetten, Musicals (inklusive 3 oder mehr Uraufführungen, einer EE) vermischt im Februar 2019:
Frau Luna (Rostock 1.2.),
WA Frau Luna (Berlin 1.2.),
WA Cindy Reller (Hamburg 1.2.),
WA A Spider Murphy Story (Coburg 1.2.),
WA Eine Nacht in Venedig (Wien 1.2.),
King Kong (Wiesbaden 2.2.),
The Black Rider (Koblenz 2.2.),
Kiss Me, Kate (Darmstadt 2.2.),
Lazarus (Nürnberg 2.2.),
WA Comedian Harmonists (Hildesheim 2.2.),
WA Der Mann von La Mancha (Wien 3.2.),
UA Sherlock – MTS Musical 2019 (Hofheim am Taunus 6.2.),
Der Vetter aus Dingsda (Ulm 7.2.),
Liebesgrüße aus Muskau (Görlitz 7.2.),
Ragtime (Linz 8.2.),
All shook up (Wieseck/Gießen 8.2.),
My Fair Lady (Celle 8.2.),
UA Let´s Stop Brexit! – Keep Calm and Drink Tea (Mönchengladbach 9.2.),
Die Herzogin von Chicago (Bremerhaven 9.2.),
Die Dreigroschenoper (Lübeck 9.2.),
Martin Luther King (Essen 9.2.),
Grimm! (Annaberg-Buchholz 10.2.),
Porgy and Bess – Konzertante Aufführung (Wien 10.2.),
Trouble in Tahiti / A Quiet Place (Aachen 10.2.),
WA West Side Story (Berlin 10.2.),
WA Pariser Leben (BAD ELSTER 10.2.),
WA Adam Schaf hat Angst (Köln 13.2.),
EE Die fabelhafte Welt der Amélie (München 14.2.),
Jesus Christ Superstar (Dortmund 14.2.),
Wo man feststeckt (Essen 15.2.),
The Addams Family (Detmold 15.2.),
Kunde 1000 (Hamburg 15.2.),
UA Als die Omma den Huren … (Dortmund 16.2.),
Orpheus in der Unterwelt (Mannheim 17.2.),
Alles Märchen, das Musical von Bellmann und Rühmeier (Berlin 22.2.),
WA Lieber Tot (Berlin 22.2.),
Im weissen Rößl (Dessau 22.2.),
UA O, Augenblick (Bochum 22.2.),
Die lustige Witwe (Braunschweig 23.2.),
Frau Luna (Cottbus 23.2.),
Cabaret (Bremerhaven 23.2.),
Cabaret (Marburg 23.2.),
Priscilla – Queen of the Desert (St. Gallen 23.2.),
Show Boat (Baden 23.2.),
Sugar – Manche mögen’s heiß (Münster 23.2.),
Höchste Zeit! (Datteln 28.2.)

Ausblick auf Februar 2019

Ausblick auf Februar 2019

4 von 5 * für Flashdance

Beim einwöchigen Gastspiel von 2Entertain Germany mit dem Musical „Flashdance“ konnte die Produktion trotz des dramaturgisch nicht fesselnde Musical sehr sehen lassen. Der Musicalfilm von 1983 wird mit zusätzlichen Liedern, die nicht den Evergreenstatus mitbringen, zum Bühnenwerk aufgebläht, was sichwenig wendendes mit sich bringt. Die Inszenierung präsentiert dafür starke Charaktere, ein einfach zu verwandelndes Einheitsbühnenbild mit Galerie, Brücke und zwei Drehwänden. Dazu noch das wunderbare Licht plus die LED-Flächen, die quasi den kompletten Rundhorizont erhellen. Die Kostüme erzählen die Rollen, wo auch einige Darsteller einige Kostüme haben. Und die erwartete Wirkung setzt ein, wenn Alex Owens im Dancedress nass begossen wird und Nick Hurley sein Hemd für Alex auszieht.

Im Berliner Admiralspalast präsentiert sich ein positiv aufeinander eingespieltes Ensemble, aus dem – überraschend oder zum Glück – kein herausstechender Star auszumachen ist. Hannah Leser und Sasha di Capri als Alex und Nick sind hervorragend. Gitte Hænning als Tanzlehrerin Hannah ist ebenso berührend wie Tanja Rübcke als Louise, die mich wiederum so sehr an die Britin Sophie-Louise Dann erinnert. Ann Sophie Dürmeyer führt das wunderbar zusammen gestellte Ensemble als Gloria an.

Livemusik mit gar nicht so kleiner Liveband gibt es über die Boxen, wo ich alles gut abgemischt verstehen konnte.

Fazit: Mit Handwerk, Können, Wissen und Liebe gelingt nicht nur Hannah der überzeugende Auditiontanz sondern auch der Produktionsfirma eine herausragende Tournee, die gerne weiter und wieder gezeigt werden sollte – und nicht zu letzt vom Stadttheater übernommen werden müsste. Der teure Admiralspalast lässt die Karten teuer werden, so dass leider einige sich den Besuch entgehen lassen mussten. Leider gab es auch kein (einfaches) Programmheft, sondern nur digital flüchtige Bildschirmanzeigen der Besetzung.

Flashdance – Das Musical
von Tom Hadley und Robert Cary, Lieder von Robbie Roth und Robert Cary

Tourneepremiere am 20. September 2018 durch 2Entertain Germany im Mehr! Theater am Großmarkt in Hamburg
nach Hamburg anschließend in Düsseldorf, Salzburg, Bremen, Frankfurt, Bamberg, Wien, Berlin und Mannheim
Gastspiel vom 11. bis 23. Dezember 2018 im Admiralspalast Berlin

 

 

 

4 von 5 * für die Tournee Rock of Ages

Was die „Rock of Ages“ Produktion und Produzenten alles richtig gemacht haben, ist wegen der Vielzahl kaum zu zählen. Im Admiralspalast Berlin gastiert für eine Woche vom 4. bis 9. Dezember 2018 die britische Tournee mittels des Veranstalters BB Promotion im Berliner Mehr! Entertainment Theater. Trotz der Verfilmung von 2012 kennt das deutsche Publikum diese sich selbst nicht ernst nehmende Compilation nicht, denn die deutschsprachige und österreichische Erstaufführung waren erst am 7. Juni bzw. 18. Juli 2018 in Ulm resp. Amstetten.

Damit möglichst zahlreich Rocksongs und Hymnen der späten 1980er Jahre anklingen können, ist der Komiker im Ensemble, Lonny Barnett, auch gleichzeitig – eine Art – Erzähler. Der macht sich nicht nur Musicals im Allgemeinen, sondern über sein eigenes auch lustig und verlangt nach einer Liebesgeschichte. Provinzunschuld Sherrie Christian landet im Rockschuppen, trifft den verkannten Rockpoeten Drew Boley, Missverständnisse führen zur Trennung, die die gute Fee bzw. Souldiva aus der Tabledancebar, Justice Charlier, doch noch aufklären hilft. Die Charaktere an sich wie den lasterhaften Rockstar Stacee Jaxx, der leicht überforderte Clubbesitzer Dennis Dupree mit der zunächst nicht zulassenden Liebe zu seinem Angestellten Lonny Barnett, der Finanzhai Hertz Kleinmann, der als Deutscher für Witze herhalten muss, sein heimlich schwuler Sohn Franz Kleinmann und die Klischeefrau namens Regina, die protestiert. Neun Solisten und acht im Ensemble plus kleiner Liveband mitten auf einem fahrbaren Podest im Einheitsbühnenbild.

Eine wirklich sehr gut gearbeitete Tourneeinszenierung von Nick Winston, die glaubhafte Charaktere mittels Liedern ihre Emotionen in den Saal transportieren. Kaum verwunderlich dann, dass am Schluss in den Gängen getanzt wird. So zielstrebig springt der Funke über. Der Sound eher laut, trotzdem noch ok, denn der Beat lässt die Herzen mitwippen. Das klare Lichtdesign ist sehr sehr gut, extrem abwechslungsreich und fast schon zaubernd für eine Tourneefassung. Das Einheitsgerüstbild mit akustischen wie auch dekorativen Tonboxen von Morgan Large lässt sich mit Versatzstücken zusätzlich immer wieder verwandeln. Die fetzigen Kostüme zeichnen gekonnt die Charaktere, die allesamt wirklich ausgezeichnet sind. Ein absolut Energie geladenes Ensemble – ohne Kompromisse und mit viel Rock und Rhythmus. Das alles zusammen ist begeisternd.

Wichtig wäre jetzt, dass diese zahlreichen Anfänge in letzter Zeit mit Gastspielen von (britischen) Tourneemusicals von den Produzenten als lukrativ eingeschätzt werden. Denn eigenständige Neuinszenierungen oder Neuproduktionen dauern viel zu lange momentan. Da verpassen wir in Deutschland momentan eine Menge an sehr guten Musicals und Produktionen. So können die eh schon existierenden Tourneen eine wichtige Lücke schließen. Vor allem, jetzt wo Mehr! Entertainment zur britischen Ambassador Theatre Group gehört.

Ich fühlte mich sehr gut unterhalten, durchaus intelligent, sehr musikalisch und emotional, oft pointiert, großes Entertainment.

Rock oder Horror oder beides

Langweilig und nervend sind vor allem die unqualifizierten „Boring“-Zwischenrufe aus dem Publikum bei der Gastspielpremiere der „The Rocky Horror Show“. Erschütternd und ernüchternd, wenn das Publikum den interaktiven Teil dieser Aufführung nicht kennt, kein Interesse an Vorbereitung zeigte, aber unbedingt etwas beitragen will. Zwar gibt es für 10 Euro eine Umhängetasche mit Mitmachartikeln und Anleitung zu kaufen, doch inzwischen fehlen die Nahrungsmittel (Reis, Mehl, Toast) komplett und sind gerade mal mit Konfetti ersetzt. Rocky wird inzwischen auf per Video erzeugt und muss danach nicht ausgewickelt werden, womit das Toilettenpapier und auch die Anspielung auf die alten Science Fiction Filme fehlt.  In Dortmund konnte man wenigstens mit als Toast bedruckte Bierdeckel werfen … Vielleicht braucht es inzwischen szenische Anleitung für ein Publikum, dass wegen des Kults um die Aufführung ahnungslos dorthin geht. Den Erzähler als Motivator gibt es an Stadttheatern durchaus schon mal so zu erleben.

Leider war „The Rocky Horror Show“ noch nie ein gutes Musical. Die Geschichte simpel mit ein paar Wendungen. Die Charaktere klar abgegrenzt und warum die Außerirdischen nun auf der Erde sind und am Ende nach Transsexuell zurück fliegen – wen interessiert das wirklich. Es ist halt so. Die rockigen Lieder rocken und stehen für sich. Zum Leben erweckt wird diese Improrevue durch die Darsteller.

Sky Du Mont ist inzwischen ein erfahrener Erzähler, der die dämlichen Zwischenrufe gekonnt aushält, übergeht oder gewitzt kontert. Manchmal spielt er quasi in der Szene mit, meist aber dann doch nicht. Wöchentlich wird abgewechselt mit dem Deutschen / der Deutschen, die die englische Produktion dem heimischen Publikum nahe bringen soll.

Wo Gary Tushaw mich als Frank’n’Furter nicht wirklich beeindrucken konnte, obwohl er sehr wach und differenziert spielte, gefielen Sophie Isaacs als Janet, Felix Mosse als Brad, Ryan Goscinski als Rocky und Stuart Matthew Price als Riff Raff um so mehr.

Musical Supervisor und Musical Director Jeff Frohner sitzt mit seiner Band über dem Geschehen und gibt Sam Buntrocks überarbeiteter Inszenierung die richtige Stimmung.

Leider überträgt sich nicht die Begeisterung Einzelner auf das Publikum und es bleibt unklar, ob nur das Mitmachen (und Herrichten) wie im Kindertheater einen Hauptreiz für den Kartenkauf ausmacht. Das Musical an sich gibt kaum was her. Eigentlich sollten alle bei allen Liedern laut mitsingen. Aber vielleicht rückt dass dann die Veranstaltung zu nah an religös eingeübte Zusammentreffen.

Rocky Horror Show 20180124 Admiralspalast Berlin - Banner_

Tourneepremiere am 4. Oktober 2017 im Musical Dome Köln, BB-Promotion

Les Ballets Trockadero in Berlin

Stil, Spitze, Sprünge und noch viel mehr bietet die ganz und gar männliche Tanzcompagnie. Komplett Bartlos. Jeder der Tänzer hat ein Frauen- wie auch Männer-Pseudonym. Und neben der Technik und Musikalität wird neben gelebter Leichtigkeit und Ausstrahlung auch auf Spaß und Witz wert gelegt.

Les Ballets Trockadero de Monte Carlo gastiert mit einem dreiteiligen Ballettabend vom 9. bis 14. Januar 2018 im Admiralspalast Berlin

4 von 5 * für die Rent-Tournee

Das Admiralspalast-Studio unter dem Dach des Unterhaltungshinterhauses bietet zwar vielen Zuschauern Platz, aber ist atmosphärisch schwierig. Für mich steigen die Sitzreihen zu steil an, alle schauen nur von oben und viel zu schnell bin ich gefühlt weit weg. Dann noch nur zwei Zugänge links und rechts von vorne und damit quasi an der Spielfläche direkt vorbei. Dass hier noch keine zwei weiteren Zusatztreppen wegen der Fluchtwege von hinten vorgeschrieben sind, finde ich erstaunlich.

Ansonsten ist die Bühne eigentlich eine leere, schwarze, durchaus breite und nicht unbedingt tiefe Fläche mit Tanzboden. Die Gastproduktionen bringen alles mit was hingestellt und -gehangen werden muss. Mehr ist nicht da. Mehr ist auch nicht zu erwarten.

So bringt die am 9. November 2017 im Theater auf dem Hornwerk Nienburg gestartete Rent-Tournee ein schnell auf- und abbaubares Baugerüst mit zwei Ebenen mit, wo davor Lichtleisten nicht nur Beleuchten und Atmosphäre schaffen, sondern auch zu digitalen Ziffern werden. Viele Lichtstimmungen durchaus, die eher viel Abwechslung brachten als theatrale Dramatik. Die Nachteile von Gastspielen eben. Bessere Textverständlichkeit auch in den Ensemblesliedern ist schon gefordert, was nur in den Solinummern wunderbar klappte. Die wirklich rockige Band mit erstaunlich nur vier Musikern ist inmitten des Gerüsts platziert. Elf Musicaldarsteller spielen alle Rollen, da als Joanne angekündigte Nedime Ince krankheitsbedingt – laut Produzent – vor der Premiere absagen musste. Kurzfristig wurde die großartig in diese Rolle aufgerückte Denise Obedekah nicht im Ensemble mit jemand Neuem ersetzt.

Manuel Dengler als Angel – wunderbar meist ohne irgendeine Perücke sogar – und Benjamin Beckmann als Filmer Mark sind die spannendsten Motoren in dem flüssig inszenierten Jahresverlauf. Ansonsten ein starkes Ensemble mit erfahrenen Rollengestaltern, wo Martin Markert als Benny glänzen und Ruud van Overdijk souverän als Roger an der herrlich widersprüchlichen Mimi von Marina La Torraca verzweifeln kann. Anna Hofbauer – teilweise als das bekannte Fernsehgesicht im Vorfeld promotet – kann die Erwartungen in der Performance der Maureen leider nicht erfüllen, ist aber wie alle anderen eine starke Spielerin in den vielen Szenen der Gruppe.

Regie und Ensemble verhandeln und durchleben mit einfachen, klaren und starken Gefühle ihre Geschichten. Dabei nehmen sie den Zuschauer mit auf ihre Reise. Das Vertrauen auf das inzwischen zeitlose Stück zahlt sich aus.
Dass bei einem Eintagesgastspiel ich keine aufwändige Ausstattung erwarten kann, ist mir klar und stört mich nicht. Auch ist das Ensemble – und die Band – eigentlich viel zu klein, aber es funktioniert. Dass dabei das Gastspiel aber Preise für die Karten von ca. 80 bis 60 Euro – also eigentlich war das meiste nur PK 1 – aufrufen muss, war eine fatale Fehlentscheidung. Viele blieben fern und der Saal nur circa zu zwei Drittel gefüllt. Ist die von der Mehr! Entertainment geforderte Eintagesmiete einfach zu hoch? Die undurchsichtige Preisgestaltung einmal mehr ein Ärgernis. Immerhin bekommen die Zuschauer in Wolfsburg und Itzehoe zum Abschluss der Tournee in dieser Woche die gleiche Aufführung für ungefähr und weniger als die Hälfte des Berliner Preises (38,-/34,- Euro). Mehr Erfolg dort!

Rent
von Jonathan Larson, in der deutschen Fassung Wolfgang Adenberg

Premiere am 9. November 2017 im Theater auf dem Hornwerk Nienburg mit Hilbert Productions

Regie: Walter Sutcliffe | Musikalische Leitung: Roun Zieverink | Choreographie: Mario Mariano | Ausstattung: Dorota Karolczak

Roger Davis: Ruud van Overdijk | Mark Cohen: Benjamin Beckmann | Mimi Márquez: Marina La Torraca | Angel Dumott Schunard: Manuel Dengler | Tom Collins: Denis Edelmann | Maureen Johnson: Anna Hofbauer | Joanne Jefferson: Denise Obedekah | Benjamin Coffin III: Martin Markert | Ensemble und Cover: Gerrit Hericks, Vasilios Manis, Michaela Khom

3 von 5 für Che und Evita

Es hat definitiv seine magischen Momente. Dank des wunderbaren Musicals „Evita“ gibt es berührende Situationen in einer politischen Umgebung. Die internationale Tournee ist für 12 Wochen zu Gast im Phoenix Theatre London. Am 2. August war Premiere und Press Night und ich stellte fest, dass das Regieteam sich nicht verbeugt.
Meine 26. Inszenierung des Klassikers war leider erstaunlich humorlos inszeniert, dafür sehr effektiv mit schlauen Verweisen, wie dem Erdbeben. Doch die Doppelbödigkeit, die auch in der Instrumentierung zu finden ist, habe ich vermisst. Das ginge besser.

Das Ensemble insgesamt zu klein, um Aristokraten, Militär und Volk zu spielen. Emma Hatton als Eva ist auf den Punkt und erinnert an Ruthie Henshall. Der in Stuttgart lebende Italiener Gian Marco Schiaretti gibt den uniformierten Ché sehr präsent, aber Kopfbedeckung und Militärjacke verstecken eher seinen Charakter. Kevin Stephen-Jones gibt den charismatischen Perón, dessen schwarze Perücke durchaus ans Phantom erinnert.

Es musste nicht eine Neuerfindung sein, aber eben die Zwischentöne müssen die Regisseure Bob Thomson und Bill Kenwright schon sichtbar machen. Choreograph Bill Deamer hält alles flüssig am laufen und Ausstatter Matthew Wright bietet eine dreigeteilte Brücke, die einzeln nach vorne fahren kann für unterschiedliche Szenenräume. Praktisch und gut – eben alles.

Evita
28.07.2017 bis 14.10.2017 – 12 Wochen Tournee im West End, Premiere am 02.08.2017 im Phoenix Theatre London

Musicalsommermärchen 2017

Musicalsommer in Deutschland gibt es schon sehr lange. Mal mit Familie oder/und Freunden zusammen, mal bei guten Angeboten, mal mit bestem Wetter für die zahlreichen Freilichtaufführungen. Premieren gibt es mehr als zahlreich und eigentlich hat keiner einen Überblick.

2017 packt der von der Mehr!Entertainment gepachtete Admiralspalast mehrwöchige Gastspiele auf der großen Bühne zusammen, ergänzt einzelne Konzerte und zeigt parallel in den anderen Spielstätten des Hinterhauses an der Friedrichstraße in Berlin weitere Musicalproduktionen. Eine wunderbare, gute Idee, die hoffentlich weitergeführt und ausgebaut wird.

Runter vom Sofa – ab ins SOFA

Vom 15. Juli bis 20. August 2017 gibt es Konzerte, Musicals und Shows für Groß und Klein: DER HAUPTMANN VON KÖPENICK 19.07. – 06.08.2017, CATS 09.08. – 19.08.2017, THE TIGER LILLIES 15.07.2017, GRIMM – DAS MUSICAL 15.07. – 26.07.2017, ROTKÄPPCHEN UND DER AUFSCHNEIDER 21.07.-22.07.2017, CAMILLE O’SULLIVAN 28.07. – 29.07.2017, ADA AVA – MANUAL CINEMA 04.08. & 06.08.2017, MÄRCHEN AUS SAND 11.08. – 20.08.2017, DER TEUFEL MIT DEN DREI GOLDENEN HAAREN 11.08. – 12.08.2017, MÄRCHEN POETRY SLAM 18.08.2017

Manches kennt der verwöhnt Berliner Musicalzuschauer, auf manche Produktionen muss er erst noch Lust bekommen. Mal sehen, wie es klappt.

DER HAUPTMANN VON KÖPENICK geht nach zwei Jahren im Rathausinnenhof am Originalschauplatz im Stadtteil Köpenick nun in ein festes Theater hinein. In wie weit dabei das Musical von Heiko Stang überarbeitet wird, muss sich noch zeigen. Mit CATS gastiert nach 2002/03 im Musical-Theater am Potsdamer Platz, Berlin-Tiergarten, und der Tournee 2010/11 im Cats-Theaterzelt in der Nähe vom Hauptbahnhof KEINE deutsche Cats-Produktion, sondern „ein Original“.

Bei GRIMM kommt die staatlich geförderte, 15. Koproduktion von Neuköllner Oper und Universität der Künste Berlin (UdK) nun als Wiederaufnahme ins Privattheater – unter das Dach vom Studio im Admiralspalast Berlin. Die Premiere war am 19.03.2015 und wurde ca. 46 Mal mit einer Wiederaufnahme in der Neuköllner Oper bis zum 03.01.2016 gespielt.
Auf der Bühne standen die Studenten, die inzwischen ihr Diplom bekommen haben. So sind einige des Ensembles in diesem Sommer in Hanau, Mayen oder Wunsiedel engagiert. Das führt zu interessanten Umbesetzungen. Dabei sind auch zwei Dozenten der ehemaligen Studenten, die jetzt für einen größeren Altersquerschnitt sorgen.
Bundeswettbewerbsgewinner Dennis Weißert ist statt Sultan jetzt als Wolf Grimm dabei, Michael Dixon übernimmt Hofhund Sultan, Holger Off wird Eule Eulalia, Nochstudenten Jasmin Eberl als Dicklinde und Markus Fetter als Schlau sowie Anastasia Troska übernimmt die Geißlein, was neu für die Inszenierung von Peter Lund ist.
5 der 10, für die und mit denen das Musical von Thomas Zaufke und Peter Lund entwickelt wurden, sind wieder dabei in ihren Originalrollen. Devi-Ananda Dahm als Dorothea, genannt Rotkäppchen, Anthony Curtis Kirby als Rex, Katharina Beatrice Hierl als Gisela Geiss, Dennis Hupka als Didi, Kiara Brunken als Wild.

Interessant hier dabei ist, dass sich als „freie“ Produktion der Kartenpreis etwa verdoppelte (und die Darsteller nun etwas verdienen dürfen). Auch gibt es momentan nur 10 Vorstellungen GRIMM, wovon nur zwei nachmittags sind. Da wurden nach den ersten Planungen wohl ein paar Termine ersatzlos gestrichen. Schade. Aber wenn vielleicht die Nachfrage groß genug wird …

Es bleibt abzuwarten, ob sich die Touristen und Berliner die Produktionen ansehen wollen und die Eintrittskarten bezahlen können. Ich bedauere weiterhin, dass der Admiralspalast keine Angebote via Hekticket macht.
Vielleicht haben auch andere freie Produktionen nächstes Jahr Zeit und Lust, ebenfalls für ein paar Tage im Rahmen des SOFA – Sommerfestival im Admiralspalast zu gastieren, damit der Spielplan noch abwechslungsreicher und bunter wird.

Wortgefechte mit Bette & Joan

Dass sich die Berliner die Chance entgehen lassen und die Wortgefechte zweier Hollywooddiven verpassen, ist schon enttäuschend. Denn das Theater am Kurfürstendamm zeigt nach der deutschsprachigen Erstaufführung von „Bette & Joan“ im Hamburger Ernst Deutsch Theater (2. Juni bis 10. Juli 2016) nun als zweite das unterhaltende, spannende Starvehikel mit Manon Straché und Désirée Nick.

Die Ausstattung fast schon zu einfach: nur zwei nebeneinander liegende Filmgarderoben ohne Rückwände. Im Hintergrund werden kurze Filmsequenzen eingeblendet. Regisseur Folke Braband fand viele Farben für die über einen Drehtag verteilten Sticheleien. Die beiden wunderbaren Darstellerinnen lassen den Zuschauer ihre Nöte, Ängste und Intrigen nachspüren, was nicht nur am Umkleiden vor den Zuschauern liegt. Erstaunlich viele Monologe hat das Schauspiel von dem Briten Anton Burge.
Manon Straché glänzt als nicht glänzen wollende Bette Davis und macht den Unterschied zwischen Schauspielerin und Star klar. Désirée Nick will als Joan Crawford vor allem ihren Fans gefallen, ihnen etwas geben. Zwar scheint diese Rolle Désirée Nick auf den Leib geschrieben zu sein, doch Unterschiede zwischen ihrem öffentlichen Auftreten und die Darstellung der Crawford sind nicht fassbar. Spielt sie sich selbst oder noch eine Rolle?Bette & Joan 20170618 Theater am Kurfürstendamm Berlin - Plakat_

Diese Wortgefechten, die unterhalten und differente Seiten von Filmstars zeigen, sollten die Berliner unbedingt persönlich erlebt haben.

Bette & Joan
von Anton Burge, Deutsch von Stefan Kroner

Premiere am 18. Juni 2017 im Theater am Kurfürstendamm Berlin bis 23. Juli 2017
Eine Produktion des Ernst Deutsch Theater, Hamburg, in Zusammenarbeit mit dem Theater am Kurfürstendamm

Regie: Folke Braband | Ausstattung: Stephan Dietrich | Musikalische Leitung: Felix Huber | Kamera und Schnitt: Takis Pagonis
mit Manon Straché als Bette Davis und Désirée Nick als Joan Crawford

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Bette & Joan – Premiere am 18. Juni 2017 im Theater am Kurfürstendamm Berlin bis 23. Juli 2017

 

Billy-Elliot-Tournee gastiert

Die „Billy Elliot“-Tournee aus Großbritannien kommt erstmals nach Deutschland und gastiert vom 28. Juni bis 23. Juli 2017 im Mehr! Theater am Großmarkt Hamburg. Die Deutschlandpremiere ist am 29. Juni 2017.

Nicht deutschsprachige Theaterproduktionen sind nicht so häufig und wenn dann nicht für einen ganzen Monat in Deutschland. Es werden Übertitel geboten. Doch wenn der Aufwand, eine eigene Übernahme-Produktion oder Neuinszenierung zu stemmen, zu groß sind, ist eine Einladung zur aktuell reisenden Tourneefassung eine schlaue Idee. Das ist eigentlich der wichtigste Aspekt dieser Produktion. Andere Einladungen müssen folgen. Doch dazu muss „Billy Elliot“, was dem deutschen Publikum kaum bekannt sein wird, erst einmal ein voller Erfolg werden.
Es gäbe leerstehende Musicaltheater sogar in Berlin, Essen, Duisburg …

So gibt es eine Werbetour mit Haydn May als Billy und Henry Farmer als Box-Kumpel Michael (der ja ein Tutu haben möchte – sehr wichtig für das Finale!) mit Auftritten im Fernsehen und vor Fotografen. Am 9. Juni 2017 war Pressetag in Berlin und es ging auch auf die Bühne des Admiralspalastes, auch ein Theater des Koproduzenten Mehr!Entertainment.

Die deutsche Choreografin Nikeata Thompson mit britischer Geburt und westdeutscher Sozialisation tanzte spontane Hiphop-Elemente mit den beiden Zwölfjährigen.
Die umgebaute Halle am Hamburger Großmarkt hat Platz für bis zu 2400 Zuschauern. Ob das Wagnis gelingt? Zu wünschen wäre es. Besonders bei diesem großartigen Stück und Musical. Folgeeinladungen ausdrücklich erwünscht!

Billy Elliot

Musik: Elton John | Buch und Liedtexte – Lee Hall
Regie: Stephen Daldry | Choreografie: Peter Darling | Co-Regie: Julian Webber | Bühne: Ian MacNeil | Kostüme: Nicky Gillibrand | Licht-Design: Rick Fisher | Sound-Design: Paul Arditti | Musikalische Supervision und Orchestrierung: Martin Koch
Billy: Adam Abbou / Elime Gooding / Haydn May / Lewis Smallman | Mrs. Wilkinson: Anna-Jane Casey | Billys Vater: Martin Walsh | Tony: Scott Garnham | Großmutter: Andrea Miller | George: Leo Atkin | Mr. Braithwaite: Daniel Page | Billys tote Mutter: Nikki Gerrard | Der ältere Billy: Luke Cinque-White | Michael: Henry Farmer / Bradley Mayfield / Elliot Stiff / Samuel Torpey | Debbie: Lilly Cadwallender / Evie Martin / Italia Ross | Ensemble: Tom Brainbridge, Deborah Bundy, Jack Butterworth, Luke Clinque-White, Donna Combe, Wayne Fitzsimmons, Abbie Louise Harris, Ruri James, Leon Kay, Kiera Marner, Charlie Martin, Kris Manuel, Barnaby Meredith, Ben Redfern, Amy Rhiannon-Worth, Phil Snowden, Rachel Spurrell, Sebastian Sykes, Milan van Weelden, Luke Zammit | Ballett-Girls: Irene Bakuva, Lucy Browne, Bonnie Burgess, Isobelle Chalmers, Gabrielle Ellis, Olivia Floydd, PachaGreen, Leah Jennings, Erin McIver, Macie O’Brien, Lily Patterson, Danella Sloman, Lucy Summers, Nicola Turner, Acacia Villios, Soraya Walding, Andrea Webb, Anna William

 

Steppen und über sich hinaus wachsen

Ein Blick in die guten alten Zeiten, die nicht gut waren und gerade erst überstanden scheinen. Einmal wöchentlich wird in kleinem Kreise steppen geübt unter professioneller Leitung und mürrischer Klavierbegleitung.
Ein paar verborgene Gründe, dass sich die Damen und der eine Mann hier treffen, kommen ans Licht, vieles bleibt verborgen. Für mich bleibt da Richard Harris´ Schauspiel „Stepping Out“ leider stecken. Nicht dass ich Tanznummern erwartet hatte. Es gibt sogar am Schluss die Generalprobe für die Wohltätigkeitsgala und als Zugabe noch eine Glitzer-Stepp-Nummer. Doch es wird eben nur gezeigt, dass man einfach mal die Nachbarin FRAGEN hätte SOLLEN, was denn los ist.

Nun ist die Tournee, die vom 1. März bis 17. Juni 2017 im West End im 690-Plätze-Vaudeville-Theatre gastiert, mit erfahrenen, teilweise ausgezeichneten Musicaldarstellerinnen besetzt. Zwar entwickelt Maria Friedmans Inszenierung genaue Beobachtungen und Szenen, doch sie verschenkt das Potential der Schauspielerinnen, geht nicht tiefer oder ergänzt es durch musikalische Beiträge. Es wirkt, wie schnell einmal arrangiert.

2016/17 UK tour and West End production
Regie: Maria Friedman; mit Amanda Holden, Angela Griffin, Tracey-Ann Oberman, Tamzin Outhwaite, Nicola Stephenson, Judith Barker, Rose Keegan, Sandra Marvin, Jessica-Alice McCluskey, Dominic Rowan,
12.–22. Oktober Theatre Royal, Bath, 24.–29. Oktober Richmond Theatre London, 31. October – 5. November Cambridge Arts Theatre, 8.–19. November 2016 Chichester Festival Theatre; Transfer ins West End ins Vaudeville Theatre 1. März – 17. Juni 2017

3 von 5 * für Leise Zeichen in lauten Zeiten

Klaus Hoffmann ist auf Tournee mit neuem Programm und CD seit 2016. Mit Selbstironie und Leichtigkeit sich präsentierend ist er stärker als seine kurzen Lieder oder Liedchen. Dafür greift er wunderbarerweise auch oft zur Gitarre für musikalische Farben und Pointen. Hawo Bleich ist dabei an akustischen und elektronischen Tasten. Manche instrumentale Moderationsuntermalung retardiert aber.

Die Interpretationen, die unverkennbare Stimme und die Zwischentexte erreichen mich wesentlich mehr als die Lieder, Kompositionen und Liedtexte.
Die Tournee gastiert vom 14. bis 19. März 2017 in der Bar jeder Vernunft Berlin.

zigzag 300 mit Flic Flac

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Flic Flac Höchststrafe

Beinahe unentdeckt erlebe ich meine 300. Theatervorstellung am 3. Dezember 2016 beim Gastspiel des Zirkus´ Flic Flac in Berlin. Gezeigt wird die Produktion „Höchststrafe – 25 Jahre Flic Flac„, die zum 25. Jubiläums des deutschen Zirkus-Entertainment-Unternehmens am 5. Oktober 2014 im gelb-schwarzen-Zirkuszelt in Oberhausen Premiere hatte. Seit damals wird vielerorts gespielt, jetzt auch in Berlin: vom 20. Oktober 2016 bis zum 8. Januar 2017, was auf den 15. Januar 2017 recht schnell verlängert wurde.
Das Zelt steht zwischen BVG-Bus-Stellplatz und Zoo-Betriebsgebäude, also dem Gelände, wo das Berliner Riesenrad errichtet werden sollte. Die Firma, die das Areal kaufte, gibt es längst nicht mehr.

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Ein Zirkus ganz ohne Tiere und damit ganz nach meinem Geschmack. Dafür viel Abwechslung zwischen den Nummern. Aber auch eine Einbettung in eine Szenerie, denn alles spielt in einer Strafkolonie mit Gefängniskleidung und vielen Gitterstäben im Bühnenhintergrund und bei den Darbietungen. Dazu rockige Livemusik abwechselnd mit untermalendem Symphonicpop beispielsweise bei den Trapeznummern. Plus dem thüringischen „Man of Hellfire“ mit flammenden Auftritten und herrlich „politisch unkorrekter“ Publikumskonversation.

Warum der Zirkus sich dann immer wieder selbst nur auf die zwei Motorräder-Stunts reduziert, leuchtet mir nicht ein. Die Sensationsgeilheit provozieren und dann damit Karten verkaufen als mit einem ausgewogenen Programm mit Akrobaten?flic-flac-hochststrafe-2015-tournee-programmhefttitelbild_

Jedenfalls ein beeindruckender Abend mit großem Können. Ca. 1400 Zuschauer sollen Platz finden im Zelt. Die Sitzreihen sind 33 Zentimeter jeweils erhöht, was trotz der vier Masten eine sehr gute Sicht ermöglicht. Gespielt wird außer am Dienstag, sams- und sonntags zusätzlich auch nachmittags um 16 Uhr. Dazu gibt es tagesaktuelle Angebote bei Hekticket. Aber leider kein richtiges Programmheft, da scheinbar immer wieder einzelne Künstler wechseln.

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Flic Flac Höchststrafe – Tournee

 

Im Sichverlieren finden

Sven Ratzke befindet sich mitten in einer internationalen „Starman“-Tournee und erfindet sich und seine erzählten Tagträume jeden Abend neu. Sein Publikum bequatscht er mit einer erfundenen Reise und bezieht wie gewohnt die Zuschauer und deren Reaktionen ein.
Das wirkt so herrlich improvisiert und spontan. Und ist doch so geprägt von Timing und Können. Was für ein tolles Theaterkonzert mit Charly Zastrau am Flügel & Keyboard sowie Florian Friedrich am Bass und Haye Jellema am Schlagzeug.
Eine Schande für die Theaterstadt Berlin, dass er am Anfang der Woche so gut wie kein Publikum hat für die David-Bowie-Lieder im sommerlichen Zelt am Kanzleramt.

Beatles zu fünft

Die Deutschsprachige Erstaufführung „Backbeat“ im Altonaer Theater Hamburg fand am 27.07.2014 statt und steht seit dem dort immer wieder auf dem Spielplan (demnächst für einen Monat vom 4.8. bis 4.9.2016). Jetzt war diese Produktion auf kurzer Gastspieltournee unterwegs und machte für ZWEI Monate ensuite Station in Berlin, im Theater am Kurfürstendamm. Am 31. Juli 2016 ist die letzte Vorstellung in Berlin…

1960 waren die Beatles zu fünft, unbekannt und in heruntergekommenen Nachtclubs Hamburg mit allerlei Cover-Songs in ihrem Sound zu hören. Nummer Fünf, Stuart Sutcliffe, wollte Action-Painter werden…

Quelle: Beatles zu fünft

Brava Brauneis, bravorös

Katja Brauneis zeigte ihren Soloabend „Tagebuch einer Diva“ im wilde Oscar in der Niebuhrstraße 59/60 in Berlin-Charlottenburg. Auf ihrer Reise durch die Zeit gab es viele Musicals und Lieder zu entdecken. Wunderbar war, dass die meisten in Deutsch gesungen wurden.
Aber diese perfekte Interpretation – nicht nur bei jedem Satz und auch Satzzeichen, was ich ständig und oft auf der Bühne sträflich vermisse. Auch die immer wieder abwechslungsreiche Performance und der variable, Stil sichere Gesang.

Ein Abend voller wunderbarer Lieder, Geschichten und Momente. BRAVA

erstklassige Klassiker

Ein wunderbarer Nachmittag in einem modernen, großzügigen Theaterbau – für mich mein erster Ausflug nach Bromley. Der Stadtteil im Südosten Londons, wo „Bend It Like Beckham“ unter anderem spielt.

Im Churchill Theatre gastiert für zwei Wochen die Konzertshow „That’s Entertainment“. Mehrere Themenblöcke präsentieren, singen und tanzen die 2+2 Solisten sowie die 4 Tanzpaare. Ständige Kostümwechsel und großartige Choreographien täuschen über die einfache Bühne hinweg (Dank Licht und Zwischenhängern aber etwas wandelbar.) Auf dem Plakat sind andere und vor allem große Treppen zu sehen …

Leider ist kein Live-Orchester dabei. Auch kein kleines. Wirklich schade, denn es klingt erstaunlich viel nach Konserve. Aber sie sind zauberhaft auf der Bühne, mit Präsenz, Können und Ausstrahlung dabei.

Ein Stargast wird für das jeweilige Gastspiel eingebaut. Und Ruthie Henshall ist ein West End Star, der aus Bromley stammt und als Polly Baker in „Crazy For You“ (ebenfalls Gershwins) berühmt wurde und ich u.a. als Marguerite im grandiosen, gleichnamigen Musical und als Mrs Wilkinson in „Billy Elliot“ erleben durfte.

Tolle Szenen, erstklassige Künstler und Standing Ovations im Vororttheater.

Beatles zu fünft

1960 waren die Beatles zu fünft, unbekannt und in heruntergekommenen Nachtclubs Hamburg mit allerlei Cover-Songs in ihrem Sound zu hören. Nummer Fünf, Stuart Sutcliffe, wollte Action-Painter werden, fand die Liebe zu Astrid, stieg aus und starb unter ungeklärten Umständen an den Folgen einer Kopfverletzung 1962.

Das Musical „Backbeat“ nach dem gleichnamigen Film gab es 2011 als Bühnenversion im Londoner Duke of York Theatre. Die Deutschsprachige Erstaufführung im Altonaer Theater Hamburg fand am 27.07.2014 statt und steht seit dem dort immer wieder auf dem Spielplan (demnächst für einen Monat vom 4.8. bis 4.9.2016). Jetzt war diese Produktion auf kurzer Gastspieltournee unterwegs und macht für ZWEI Monate ensuite Station in Berlin, im Theater am Kurfürstendamm.Backbeat 20160601 652 Theater am Kurfürstendamm Berlin © Frank Wesner_

Die in einer Skiffle-Band spielenden Beatknicks machen „Popularmusik mit Verstärker“, doch eben weil sie die Standmikros nur zum Singen nutzen, ihre Gitarren an Verstärkern angeschlossen haben und ansonsten komplett ohne Microports auskommen, wirken sie von Beginn an authentisch. Sie spielen in einem eigentlich nicht vorhandenen Raum die exemplarische Geschichte, die Entwicklung und Konflikte einer Rockband. Dass sie Beatles werden, ist dabei eigentlich Nebensache.

Backbeat 20160601 582 Theater am Kurfürstendamm Berlin © Frank Wesner_

Backbeat

Denn weil sie energiegeladen, direkt und mehrfach talentiert sind, zündet der Funke beim Publikum in diesem sehr gut geschriebenen Stück schnell. Der Beat und die Suche nach Leben ist im Zuschauerraum immer zu spüren. Das Ensemble besteht aus zehn Schauspielern, die klare Figuren spielen und in keinerlei den historischen Musikern ähnlich sehen oder sein wollen. Gut so. Für mich besonders beeindruckend war die Wandlungsfähigkeit, Direktheit und Spiellust von Tom Semmler in seinen vielen Rollen, wo er am Ende noch als Neueinsteiger Ringo Starr den Beat am Schlagzeug übernimmt.

„Backbeat“ – bin ich endlich froh, es gesehen zu haben. Und dann noch in so einer packenden Regietheaterarbeit Altonaer Theater Hamburg. Berlin muss das gesehen haben!

Backbeat – Eine Beatles-Geschichte

von Iain Softley und Stephen Jeffreys, nach dem gleichnamigen Universal-Spielfilm, Deutsch von Dagmar Windisch
BACKBEAT wird präsentiert mit freundlicher Genehmigung von Karl Sydow, Produzent, BACKBEAT ON STAGE LTD in Kooperation mit outside eye, Wien und Verlag Felix Bloch Erben, Berlin.

Premiere im Theater am Kurfürstendamm Berlin am 1. Juni 2016 (bis 31. Juli 2016)

Regie: Franz-Joseph Dieken
Musikalische Leitung: Jens Wrede
Bühne: Sabine Kohlstedt/Gunna Meyer

Unverwüstlicher Sinatra

Sinatra 20160224 Plakat quadtratischAls Hommage an diesen einzigartigen Entertainer veranstaltet die Semmel Concerts GmbH eine Tournee, die die Stimme Sinatras und seine frechen Freunde Dean Martin und Sammy Davis Junior, genannt „The Rat Pack“, zurück auf die Theaterbühnen bringt. Ein Abend voller unvergessener, immer aktueller und immer wieder neu interpretierter Musik: Mit Songs wie „My Way“, „Mr.Bojangles“, „New York“, „That´s Amore“ entführen Stephen Triffit (Frank Sinatra), Mark Adams (Dean Martin) und George Daniel Long (Sammy Davis Jr.), begleitet von einer 9-köpfigen Band und drei wundervollen Sängerinnen ins Las Vegas der 60er Jahre. Die komplette Show ist in englischer Sprache.

A Tribute to the World´s Greatest Entertainer: „Sinatra & Friends“
24. – 28. Februar 2016 im Admiralspalast Berlin, anschließend bis 3. April 2016 zu sehen in Köln: LANXESS arena, Trier: Arena Trier, Krefeld: KönigPALAST, Düsseldorf: Capitol Theater Betriebs GmbH, Würzburg: Congress Centrum Würzburg, Stuttgart: Theaterhaus, Chemnitz: Stadthalle – Chemnitz Großer Saal, Karlsruhe: Stadthalle – Johannes-Brahms-Saal, Nürnberg: Meistersingerhalle, Reutlingen: Stadthalle Reutlingen, Essen: Colosseum Theater, München: Prinzregententheater, Aachen: Eurogress, Hannover: Theater am Aegi

Wenn alles gut geht, gibt es in Kürze hier im Blog eigene Fotos der Show.

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Ein Paar mit Anziehungskraft: Kaiser & Plain

DKaiser & Plain 20160219 BKA Berlin - Plakat__er charmante Pianör mit hinterfragenden Augen und mit allen Liedtexten auf den Lippen begleitet die singende, sächsische Französin voller überschäumender, wenn nicht sogar zu allen Seiten herausquellender Energie. David Kaiser und Virginia Plain zeigen ihr Programm „Denk‘ ich, sag‘ ich nicht“ nach dem Theater O-Tonart nun im BKA Berlin. Eigene und andere Lieder frisch auf der Bühne, teilweise ganz frisch.

Die Neufassung von Jim Steinmans „Totale Finsternis“ ist großartig wie auch die Riesennummer „Brödel, Brödel, Aschenbrödel“ von Christiane Weber und Timm Beckmann muss man/frau erstmal so gekonnt und eigenwillig performen. Viele Lieder auch zum Wiederentdecken. Trotz Räucherstäbchen – super Idee – keine Beweihräucherung. Ein wunderbarer Abend mit Kaiser & Plain. Ab jetzt öfters!

Kaiser & Plain 20160219 BKA Berlin - Banner__

Kaiser & Plain 20160219 BKA Berlin - quer__

10.02.16 – 1 UA – 1 P – 1 GS

Toi.Toi.Toi heute nach Berlin & Co.
Uraufführung „Elektra“ an der Neuköllner Oper, Premiere „Salon Pitzelberger“ | quasi konzertant mit gleichzeitiger Eröffnung des Offenbach Festivals (10.-17.02.2016) und die Berliner „Cabaret“-Inszenierung aus der Bar jeder Vernunft gastiert bis 13.02.2016 in Wiesbaden (Regie & Choreographie: Vincent Paterson, Musikalische Leitung: Adam Benzwi, Produktionsleitung & Szenische Einstudierung: Thimo Pommerening; mit Sally Bowles: Franziska Lessing, Conferéncier: Michael Kargus, Cliff Bradshaw: Jens Schnarre, Fräulein Schneider: Regina Lemnitz, Herr Schultz: Peter Kock, Fräulein Kost: Anja Karmanski, Helga: Juliane Maria Wolff, Frenchie: Johannes Brüssau u.a.)

https://alleseintheater.wordpress.com/2016/02/10/wie-entscheidet-elektra/

Fr 05.02.16 – 1 P – 1 GS

Toi.Toi.Toi nach Datteln im Ruhrgebiet und nach Berlin.
In Datteln erneute Premiere von „Thrill Me“ im KatiElli Theater (mit Fin Holzwart und Fabian Böhle (die beide schon in Osnabrück in ihren Rollen gespielt haben), jetzt in der Regie von Bernd Julius Arends, ML: Jan Wolf).
In Berlin Gastspiel-Premiere „Comeback! Das Karl-Marx-Musical“ im Europacenter bei Die Stachelschweine Berlin (Gastspiel 5.-13.02.16 aus Hamburg [monsun theater, Premiere 05.02.2015] (mit Ulrich Allroggen u.a.).

 

Ballett auf Eis

16 mal 16 Meter Eisfläche bringt viel frische, kühle Luft in den Zuschauerraum. Links und rechts Gassen neben der 8cm dicken Eisfläche und im Hintergrund eine große Projektionsfolie. Darauf dann 24 Eistänzer, die dann Tschaikowskijs Ballettmusik on Ice in einer Eislaufshow zum Leben erwecken.
Ein Plus ist die Musikalität des Eistanzes. Und bevor das Handlungsballett in seiner Form erschöpfen kann, gibt es verblüffende Zauberei, Flüge an Seilen in den Bühnenhimmel und aristische, akrobatische Einlagen.
Ganz ohne Worte, aber mit viel Können und Ausdruck zur mit einem Orchester aufgezeichneten Musik. Gelungen.
„Nussknacker on Ice“ von Imperial Ice im Admiralspalast Berlin: 01. 12.- 12. 12. 2015

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nur vier kurze Abende ist das Nederlands Dans Theater (NDT) zu Gast in Berlin

Vom 28. bis 31. Oktober 2015 steht das Nederlands Dans Theater (NDT) erstmals seit 15 Jahren wieder auf einer Berliner Bühne: dem Haus der Berliner Festspiele an der Schaperstraße. Das NDT zeigt die Arbeiten seiner Haus-Choreografen Sol León und Paul Lightfoot, sowie die neuesten Kreationen seiner Associate Choreographers Crystal Pite und Marco Goecke!
Ansässig in Den Haag, treten die Tänzer jährlich vor über 115.000 Besuchern in Europa, den Vereinigten Staaten, Asien und Australien auf. Seit seiner Gründung im Jahr 1959 hat das NDT ein reichhaltiges Repertoire aus 600 verschiedenen Ballett-Produktionen aufgebaut. Das multinationale Tanzensemble des NDT 1 besteht aus 28 herausragenden Tänzern aus allen Teilen der Welt. Sie sind zwischen 24 und 41 Jahren alt.

Mit dem Tanztheater „Arcimboldo 2000“ anlässlich des 40. Geburtstags des Nederlands Dans Theater und gleichzeitig 25 Jahre dessen künstlerische Leitung durch Jirí Kylián gab es drei Gastspiele vom 22.-24.08.2000 bei Internationalen Tanzfest Berlin – Tanz im August in der Deutschen Oper Berlin, es tanzten die Tänzer der drei NDT-Compagnien: NDT I (große Compagnie), NDT II (17-22 Jahre), NDT III (über 40 Jahre).

An den vier Abenden 2015 werden jeweils drei der Choreographien voller Poesie und tänzerischer Ausdruckskraft gezeigt:
„Shoot the Moon“: Premiere am 27. April 2006, Lucent Danstheater Den Haag
Choreografie Sol León und Paul Lightfoot
Musik Philip Glass: Movement II aus „Tirol Concerto für Klavier und Orchester“
Licht Tom Bevoort
Bühne und Kostüme Sol León und Paul Lightfoot

„Stop-Motion“: Premiere am 29. Januar 2014, Lucent Danstheater, Den Haag
Choreografie Sol León und Paul Lightfoot
Choreografie-Assistenz Anders Hellström
Musik Max Richter: „Ocean House Mirror“, „Powder Pills Truth“, „He is here“, „Everything is burning“, „November“, „Monologue“, „A lover’s complaint“, „On the Shore“, „End title“, „Sorrow Atoms“, „How to die in Oregon“
Licht Tom Bevoort
Bühne Sol León und Paul Lightfoot
Kostüme Joke Visser, Hermien Hollander
Video Sol León und Paul Lightfoot (Konzept), Rahi Rezvani (Kamera und Regie), Dicky Schuttel (Kamera), Dicky Schuttel, Harmen Straatman (Montage)
Mit Dank an Stefan Zeromski, Saura Lightfoot-León und Hector the falcon

Thin Skin“: Premiere am 28. Januar 2015, Lucent Danstheater Den Haag
Choreografie Marco Goecke
Dramaturgie Nadja Kadel
Musik Patti Smith: „Godspeed“, „Wave“, „Fire of unknown origin“, „Birdland“, „Come back little Sheba“, „Abyssinia“. Keith Jarrett: Auschnitt aus „The Bremen Concert Part II“ (1973).
Licht Udo Haberland
Bühne und Kostüme Marco Goecke

„Solo Echo“: Premiere am 9. Februar 2012, Lucent Danstheater Den Haag
Choreografie Crystal Pite
Choreografie-Assistenz Anders Hellström
Musik Johannes Brahms: Auszüge aus zwei Sonaten für Cello und Klavier. „Allegro Non Troppo“ aus op. 38 e-Moll und „Adagio Affettuoso“ aus op. 99 F-Dur.
Licht Tom Visser
Bühne Jay Gower Taylor
Kostüme Crystal Pite, Joke Visser