27. Januar 2017

Wer hätte gedacht, dass Mozarts und Eduard Künnekes Geburtstag sowie Verdis Todestag beide auf den heutigen 27. Januar fallen?! Aber natürlich in verschiedenen Jahren: Mozart würde heute 261 und Künneke 132 Jahre alt werden, während Verdi heute seit bereits 116 Jahren tot ist.

Und seit 22 Jahren bin ich nun auf Reisen bzw. im Theater auch außerhalb Berlins als Zuschauer unterwegs. Was in den Jahren vor 1995 ausgewählt begann, nahm mit den beinahe spontanen Ausflügen ab dem 27. Januar 1995 seine Wendung.
„La Cage aux Folles“ (Ein Käfig voller Narren) in der Musikalischen Komödie Leipzig (wo ich vor ein paar Tagen gerade wieder war) mit James Brookes als Zaza sowie Anne-Kathrin Fischer als Anne und Markus Liske als Jean-Michel. 9 Tage später dann zur letzten „Into the Woods (Ab in den Wald)“ an der Staatsoperette Dresden in der Pirnaer Landstrasse [Premiere war am 18.06.1993]. Eine vielleicht schon legendäre Besetzung auf der Drehbühne mit Waldbäumen. Unvergessen.

„La Cage aux Folles“ gab es 1995 7 Mal in 5 Inszenierungen, „Anatevka“ 5 Mal in 5 Inszenierungen, 4 Vorstellungen „Me and My Girl“ am Metropol-Theater Berlin, und jeweils 3 Vorstellungen „Zarah 47“ und „Die Zauberflöte“.
Bei der Mozart-Oper ist interessant, dass ich innerhalb kurzer Zeit alle drei Produktionen der drei Berliner Opernhäuser mir angesehen habe. Und ich konnte damals nicht erahnen, dass mich meine beruflichen Erfahrungen einmal Teil der Krämer-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin werden lassen.

Wie die Zeit vergeht und fließt!

1995 gab es 50 Stücke in 61 Inszenierungen, wovon ich 72 Aufführungen gesehen habe. Das waren damals noch Zeiten …

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„LoveMusik“ – Deutsche Erstaufführung am 21. Januar 2017 an der Musikalischen Komödie Leipzig

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Kriegerin – Uraufführung am 11. November 2015 im Grips Theater Berlin

Heute am 27. Januar 2017 die letzte Vorstellung „Die Kriegerin“ am GRIPS Theater Berlin.

Alles ein Theater - von und mit Frank Wesner

Die junge, hasserfüllte Neonazibraut Marisa ist stolz auf ihre Leute! Aber dann drängt die 14jährige Svenja in die Kameradschaft und schlimmer noch: Der junge Geflüchtete Rasul und sein Bruder Jamil leben seit kurzem in der neuen Unterkunft und tauchen ausgerechnet in ‚ihrem‘ Supermarkt auf. Dann überschlagen sich die Ereignisse. Zwischen Gewalt, dumpfen Parolen und einer menschlichen Begegnung gerät Marisas Weltbild ins Wanken.

Fotos © Frank Wesner für alleseintheater.wordpress.com

Kriegerin
Nach dem Film von David Wnendt | Bühnenfassung von Tina Müller

Uraufführung am 11. November 2015 im Grips Theater Berlin

Regie: Robert Neumann | Bühne und Video: Silke Pielsticker | Kostüme: Jan A. Schroeder | Musik: Öz Kaveller | Parkourtrainer: Franz Schönberger, ParkourOne | Stückentwicklung und Dramaturgie: Kirstin Hess

Besetzung
Alessa Kordeck: Marisa (Nazi-Anführerin); Niku (Geflüchtete) | Lorris Andre Blazejewski: Rasul (junger Geflüchteter); Markus (Nazi-Mitläufer); Olek (Jugendlicher) | Maria Perlick: Svenja (Nazi-Sympatisantin); Meret (Jugendliche) | Paul Jumin Hoffmann: Sandro (Nazi-Anführer, Marissas…

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Frauengequassel im Wenders Kino

Eine Sommertagsträumerei in Peter Handkes Theaterstück zum Ver- und Einschlafen. Fürs Kino filmte Wim Wenders Bilder mit viel Natur, Unschärfen und Belichtungsspielereien. Das macht „Die schönen Tage von Aranjuez“ definitiv hübsch anzusehen.

Aber der Frau-Mann-Dialog über Erinnerungen ist überladen an Metaphern und wird szenisch im Kino nicht aufgelöst, bedient oder gezeigt. Nur Gequatsche am Gartentisch – keinerlei Rückblenden, Szenenwechsel, vielleicht halbherzige Handlung.

„Eine kleine Handlung wird doch erlaubt sein“, fragt unerwartet und unsicher der männliche Protagonist.

Doch warum nicht direkt etwas sagen und besprechen? Es geht um den körperlichen Geschlechtsakt zwischen Frau und Mann – und die Sprache kann dies so schön klar ausdrücken. Doch der Peter-Handke-Text fühlt sich so an, als ob er sich drücken möchte mit falscher Scham. Regisseurtheater von Autoren ist im Theater schon nervig und qualitativ überbewertet. Im Kino kann sogar Nick Caves Musik oder sein Auftritt gar nichts retten.

„Birdman“ hatte da eine ganz andere Qualität …

Die schönen Tage von Aranjuez

ab 26. Januar 2017 im Kino – auch in 3D; Weltpremiere im Wettbewerb der 73. Filmfestspiele in Venedig
Verleih: NFP marketing & distribution GmbH

Regie: Wim Wenders – nach dem gleichnamigen Theaterstück von Peter Handke.
Sophie Semin und Reda Kateb führen den „Sommerdialog“. Jens Harzer spielt den Schriftsteller, Nick Cave erscheint als er selbst.

Kundschafter, dein Freund und Helfer

Was sich zunächst ankündigt als „pensionierte Spione auf bestimmt erfolgloser Chaosmission“ entpuppt sich schnell als ausgezeichneter, berührender und vielseitiger Spionage-, Western- und Actionthriller mit viel Selbstironie: „Kundschafter des Friedens“. Dazu noch ein Fest der Spielkunst – eingebettet in Leichtig- und Genauigkeit samt der entwaffnenden Selbstironie.
Die in Gemeinschaft arbeitenden Filmemacher zeigen viel Gespür für die verschiedenen Genres bis hin zur Komödie. Plus dem genauen Wissen über DDR-Film-und-Fernsehen.
Das alles – trotz Produktion mit dem Fernsehen – ragt in der Filmlandschaft empfehlenswert heraus.

Kundschafter des Friedens

Kinostart am 26. Januar 2017 im Majestic-Filmverleih
Regie: Robert Thalheim; Drehbuch: Robert Thalheim & Oliver Ziegenbalg
Mit Henry Hübchen, Antje Traue, Michael Gwisdek, Thomas Thieme, Winfried Glatzeder, Jürgen Prochnow, Jörg Malchow u.a.

Bibi & Tina & die Wiederholungstournee

Unglaublich, aber jetzt öffentlich: Aufgrund der riesigen Nachfrage wird die Tournee 2017/2018 wiederholt – wieder in riesigen Hallen. Vom 27. Dezember 2017 bis 14. Januar 2018 ist „Bibi & Tina – DIE GROSSE SHOW“ wieder in 12 deutschen Städten live zu erleben.

Ob wieder die Namen der Musicaldarsteller erst kurz vor Wiederbeginn bekannt werden? Das war 2016 schon ärgerlich, denn sie machen das Konzertmusical erst möglich.

Und ob sich die Produzenten das Spektakel dann vielleicht stolz als Musical bezeichnen? Das fiel den in diesem Theatergenre Unerfahrenen 2016 schwer.

„für einen Abend in die bunte Welt der beiden besten Freundinnen Bibi & Tina eintauchen“

Die momentan veröffentlichten Termine (Zusatztermine sind offensichtlich noch machbar und noch zurück gehalten) sind:
27.12.2017 Hamburg, Barclaycard Arena
28.12.2017 Berlin, Mercedes-Benz Arena
29.12.2017 Hannover, TUI Arena
30.12.2017 Bremen, ÖVB-Arena
02.01.2018 Oberhausen, König-Pilsener-ARENA
03.01.2018 Köln, LANXESS arena
04.01.2018 Nürnberg, Arena Nürnberger Versicherung
05.01.2018 Stuttgart, Hanns-Martin-Schleyer-Halle
07.01.2018 Erfurt, Messe
12.01.2018 Leipzig, Arena
13.01.2018 Mannheim, SAP Arena
14.01.2018 München, Olympiahalle

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Bibi & Tina – DIE GROSSE SHOW 2016/2017 Mit den Hits von Peter Plate, Ulf Leo Sommer & Daniel Faust

Leipzigs neue LoveMusik

42 Fotos zur deutschen und auch deutschsprachigen Erstaufführung am 21. Januar 2017 an der Musikalischen Komödie Leipzig: „LoveMusik“ – ein Pasticcio über das bewegte Leben von Kurt Weill und Lotte Lenya in der Inszenierung vom Chefregisseur Cusch Jung.

© Frank Wesner – Anfragen werden gerne beantwortet

LoveMusik
über das bewegte Leben von Kurt Weill und Lotte Lenya

Musical in zwei Akten | Buch von Alfred Uhry nach den Briefen von Kurt Weill und Lotte Lenya | Musik von Kurt Weill | Gesangstexte von verschiedenen Autoren

Deutsche Erstaufführung am 21. Januar 2017 an der Musikalischen Komödie Leipzig

Regie & Choreographie: Cusch Jung | Musikalische Leitung: Christoph-Johannes Eichhorn | Bühnenbild: Frank Schmutzler | Kostüme: Silke Wey

KURT WEILL: Hans-Georg Pachmann | LOTTE LENYA: Anna Preckeler | BERTOLT BRECHT: Cusch Jung | 2. BRECHT FRAU u.a.: Anna Evans | BRECHTS EHEFRAU u.a.: Angela Mehling | 1. BRECHT FRAU u.a.: Mirjam Neururer | GEORGE DAVIS: Michael Raschle | ALLEN LAKE: Hinrich Horn | OTTO: Jeffery Krueger

UA am Biltmore Theatre am 3. Mai 2007 | Regie der Broadwayfassung Harold Prince | Lys Symonette und Kim H. Kowalke: Bearbeiter und Übersetzer von LOVEMUSIK | Kim H. Kowalke: historische und musikwissenschaftliche Beratung | Deutsche Dialoge und Songtexte zu »Song of the Rhineland«, »Schickelgruber« und »The Illusion Wedding Show« von Holger Hauer

Sie sind wieder in Hamburg

Wie lange wird es dauern? Die Tourneefassung von „Ich war noch niemals in New York“ legt wieder in Hamburg an. Nicht wie zur Uraufführung am 2. Dezember 2007 im Operettenhaus Hamburg, sondern jetzt als erste Nachfolgeproduktion von dreizehneinhalb Monaten „Das Wunder von Bern“ (2014/15) im relativ neuen Theater an der Elbe, Hamburg.
Das Buch von Christian Struppeck und Gabriel Barylli wurde zwischenzeitlich überarbeitet. Lieder von Udo Jürgens ebenfalls. Aber augenscheinlich werden die Hamburger feststellen, dass die Bühnenausstattung erheblich abgespeckt wurde. Oder wurden das lange Seitendeck und die komfortable zweistöckige Kapitänsbrücke wieder aus dem Lager geholt? Für kurzzeitiges Bespielen in einfachen Theater finde ich das in Ordnung, aber in großen, neuen, teuren Theater darf es auf der Bühne auch groß und teuer aussehen. Sonst brauche ich dorthin nicht extra fahren.

Der Wunsch, dieses Musical zu VERfilmen, war schon zu Udo Jürgens Lebzeiten da und angekündigt. Dann klanglos in den Gezeiten versunken. Vielleicht machen die amerikanischen Verfilmungen und auch Kinoaustrahlungen mehr Mut, mit solchen Projekten viel mehr Menschen als Theaterzuschauer zu erreichen und schnell Geld zu verdienen.
Es gibt neue Hoffnung. In einem MDR-Radiointerview äußerte Opern- und Filmregisseur Philipp Stölzl („Winnetou“) am 24. Dezember 2016, in den Planungen einer Verfilmung involviert zu sein. Ob der für späte Informationen bekannte Produzent Stage Entertainment zur heutigen Neuauflage in Hamburg sich dazu äußern wird?

Ich war noch niemals in New York 20150325 Theater des Westens Berlin - Banner