Theaterdrama als schottischer Kriegsfilm – „Macbeth“ ab 29. Oktober 2015 neuverfilmt im Kino

Beeindruckender Film trotz allem, wenn auch kein Meisterstück. Shakespeares Texte in rauer Wirklichkeit und Vorzeit. Dreckig, blutig, kalt.

Doch leider zerfallen alle Texte zu endlosen Monologen. Wer will das selbst im Theater sehen – erst recht im Kino? Zu dem wird die Beziehung der Lady (Marion Cotillard) zu Macbeth (Michael Fassbender) im weiteren Verlauf immer mehr gestrichen, ihre Einflussnahme kaum spürbar, geschweige denn von einer gefährlichen Doppelspitze zu schreiben.

Interessant sind die Auftritte der vier Hexen im Nebel samt der gefallenen Krieger, die Macbeth ebenfalls prophezeien. Am Schluss brennt der eigentlich nicht vorhandene Wald und kommt so der Burg nahe. Und Macbeth und Macduff erstechen sich gegenseitig.

Als interessanter Ausblick bleibt, dass Duncans Sohn Malcolm (Jack Reynor finde ich spannend) sich wohl auf die Suche nach dem wieder entflohenen und hier als Kind auftretenden Banquo-Sohn Fleance macht …

Macbeth

Im Verleih von Studio Canal ab 29. Oktober 2015 im Kino mit 113 Minuten

Regie: Justin Kurzel, Drehbuch: Jacob Koskoff, Todd Louiso und Michael Lesslie, Kamera: Adam Arkapaw, Musik: Jed Kurzel (der Regisseur spielt Schlagwerke in den Studioaufnahmen)
mit Michael Fassbender als Macbeth, Marion Cotillard als Lady Macbeth, Paddy Considine als Banquo, Sean Harris als Macduff, Jack Reynor als Malcolm, David Thewlis als König Duncan

Macbeth ab 29. Oktober 2015 im Kino

Macbeth ab 29. Oktober 2015 im Kino

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