Rent rentiert sich wieder

Angels Beerdigung mit Collins‘ Lied und der anschließende Streit war eigentlich der Höhepunkt bei „Rent“ für mich. Musikalisch wirklich auf hohem Niveau sorgten gerade die eher nicht gehetzten Tempi dafür, dass ich die ganze, lange Zeit gespannt zuhörte. „Contact“ vorzuproduzieren erwies sich als schlaue Entscheidung.

Da die Berliner Stage Company e.V. eher auf Verlagsmusicals zurückgreift, waren sie auf der sicheren Seite, so dass die emotionale Wirkung erzielt wurde. Inszenatorisch sind die erfahrenen Laien sicher über sich hinausgewachsen, aber für mich waren neben guten Momenten eben viele leider verschenkt. Auch wurde jede Szene Endapplaus gearbeitet, wo fließende Übergänge besseren Anschluss geboten hätten.

Auch wenn die Wahl des Aufführungsortes in einem ehemaligen Straßenbahndepot gut war, gab es bei fünf Vorstellungen nur circa 1000 Karten a 22 Euro zu erwerben, die (vor der Premiere schon?) vergriffen waren. Dass dann keine weiteren Vorstellungen möglich sind, bedauere ich nicht nur bei diesem Verein. Dafür ist die 11 Uhr Matinee am Samstag zu loben als alternativer Besuch.

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