Münze mit zweiter Chance – Half A Sixpence

Ob die Stereotypen und allseits bekannte Geschichten wie „einfacher Junge“ kommt durch Erbschaft in adelige Kreise, uns heute einfach nichts zu sagen haben, so dass der dritte Rang bei „Half A Sixpence“ im Noël Coward Theatre London geschlossen ist und drei statt zwei Matineen- vornehmlich fürs ältere Publikum – gespielt werden?
Die Geschichte überschaubar, die Typen bekannt, doch was die Chichester-Festival-Produktion in London zeigt, ist große Kunst. Denn zu diesem hervorragenden Ensemble aus Jung und Alt – angeführt vom spiel-, tanz- und springfreudigem Charlie Stemp als Arthur Kipps – kommt ein raffiniertes, Licht durchflutetes Bühnenbild mit drei Drehringen, was quasi ganz auf den Schnürboden verzichtet. Dazu traumhafte und viele Kostüme, bestes Licht und fahrende Projektionen. Mit dem Old-Fashion-Anstrich aber frisch und perfekt gemacht.

Eigentlich könnte die Produktion von der neuen Staatsoperette identisch übernommen werden. Aber auch sonst bietet es Solisten, Chor und Ballett in vielen Szenen viele Möglichkeiten. Wunderbare Szenen, aber der kleinen Band fehlt manchmal der Klang zum großen Orchester. Und zum Applaus spielen dann alle auf dem Banjo!

Fazit: Die Chance auf „Half A Sixpence“ in der neuen Version kann doch nicht verschenkt werden.

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