Notre Dame 2017 in Szeged

Natürlich inszeniert Miklós-Gabór Kerényi, der unter seinem Künstlername KERO auftritt und Intendant des Budapester Operettenhauses ist, eine eigene Version des „Glöckner von Notre Dame“. In Ungarn werden eben gewöhnlich nicht die Produktionen nur übernommen sondern immer neu gedacht und gemacht. Und dies gilt für sehr viele Großproduktionen! „Cats“, „Mamma Mia!“, „Das Phantom der Oper“, „Rudolf“, „Tanz der Vampire“, „Rebecca“ und so weiter. Warum? Weil sie es so machen und sich nicht vorschreiben lassen, nur die eine Originalversion einzukaufen.

„Der Glöckner von Notre Dame“ nach Victor Hugos Geschichte und Disneys Zeichentrickfilm wurde als Bühnenversion in New York probiert und in Berlin uraufgeführt (5. Juni 1999). Nach langen Jahren Stillstand gab es nun eine komplett überarbeitete Version des Buches (Handlung / Dialoge) von Peter Parnell mit den bekannten Liedern von Alan Menken und Stephen Schwartz. 2014 in San Diego und 2015 in New Jersey – mit CD-Produktion – waren die Neuinszenierungen, 2016 in Tokio. Diese neue Version wird ihre Deutschsprachige Erstaufführung Anfang April im Berliner Theater des Westens haben und anschließend auf Tournee gehen. Mal abwarten. Genaues ist noch nicht offiziell bekannt. Nur soviel: Produzent Stage Entertainment denkt nicht neu sondern kauft nur ein und passt an.

2017 nun wieder in Europa.

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Für sechs Termine im August 2017 inszeniert KERO seine Version des neuen Buchs mit den bekannten Liedern – als ungarische Erstaufführung und in ungarischer Sprache. Ein Workshop wurde veranstaltet und die beteiligten Künstler traten öffentlich im Herbst für Werbezwecke auf. Neben der Besonderheit von Freilichttheater in Szeged kommt hinzu, dass die Bühne direkt vor dem dortigen Dom steht. Die Zuschauer sollen während der Aufführung also den riesigen Dombau vor Augen haben.

Die Eintrittskarten kosten umgerechnet circa 25 bis 50 Euro.
Zudem gibt es wieder Aufführungen von „Mamma Mia!“, „Singin´in the Rain“, „Tosca“ und Shakespeares „Twelfth Night“ („Was ihr wollt“).

Nach den Vorstellungen in Szeged, die die drittgrößte Stadt Ungarns ist und im Süden kurz vor der Grenze zu Serbien und Rumänien liegt, kommt die Produktion ins Budapester Operettenhaus. Dort werden Operetten und Musicals im Semistagioneprinzip abwechselnd gespielt.

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Notre Dame-i toronyőr 2017 Szegedi Szabadtéri Festival – Der Glöckner von Notre Dame

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