Männer im Wald und komisch wild

Die gut gemachte Komödie „Männertag“ hält immer wieder spontane Lacher bereit und charakterisiert gleichzeitig eine Gesellschaft, wo keiner dem anderen zuhört und auf ihn achtet. Biertrinker Dieter hat sich das Leben genommen und seine vier engen Schulfreunde eilen zur Trauerfeier am Männertag in die unbenannte, bergige Kleinstadt mit Wald- und Wiesenflächen zurück. Sie haben alle kaum noch Kontakt untereinander und so stellt sich die Aufgabe, seine Urne an ihren Waldsee mit dem Bierbike zu bringen, als der Trip ihres – jetzigen – Lebens heraus. Das dabei so gut wie alles misslingt, macht den Film so unterhaltsam. Ein Rundumschlag von Vergangenheitsaufarbeitung und Respekt.

Die Schauspieler bleiben spannend in ihren Rollen, wenn auch diese etwas vorhersehbar sind. Viele Ideen, lustige Situationen, wunderbare Bilder – das kann gut unterhalten – vielleicht eher beim Fernseh- oder Heimkinoabend als im Lichtspielhaus.

Und wenn sie über sich hinaus wachsen wollen, brauchen sie Drogen: irgendwas Unpassendes in die Nase ziehen oder am Waldfrosch lecken. Auch ein Standpunkt.

Männertag

Kinostart: 8. September 2016 | 91 Minuten
Verleih: Universum Film GmbH

Regie: Holger Haase | Drehbuch & Produktion: Ilja Haller und Philip Voges
mit Stevie (Milan Peschel) | Chris Bosse (Tom Beck) | Peter (Oliver Wnuk) | Klaus-Maria (Axel Stein) | Paul Sammer (Chris Tall) | Andrea (Lavinia Wilson) | Andi Mauz (Hannes Jaenicke) | Elena Mauz (Lena Meckel)

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