enttäuschend: „Amy“-Dokumentation ab 16. Juli 2015 im Kino

Amy 20150716 Kino - Plakat deutschDas hinter einem musikalischem Weltstar auch eine einfache Musikerin mit Wurzeln steckt, ist zwar jedem klar, aber niemand will das wohl wissen. Lieber der voyeuristische Blick auf das zerrüttete Promileben nebst Dauerklicken der Fotoapparate. Der Film „Amy“ über das Leben und Sterben von Amy Winehouse kommt ab 16. Juli 2015 ins Kino.

Die Dokumentation montiert viele filmische Mitschnitte zusammen, lässt sie singen und blendet dabei ihre Texte ein sowie lässt ihre Weggefährten, Verwandte, Freunde, Angestellten und Ärzte mit Zitaten zu Wort kommen. Das ist schon was und eine Leistung. Aber leider leider hört hier das Potential der Filmemacher auf. Das ist ärgerlich.

Amy 20150716 Kino - Titel breitDenn der Film frönt selbst den Voyeurismus und legt permanent noch ein Fotoklicken zu viel auf die Tonspur. Und das allerschlimmste: Die Filmemacher vergessen Fragen zu stellen! Wer ist verantwortlich? Wie sind die Mechanismen in der Popindustrie? Warum gab es Hilfsangebote, die doch immer wieder scheiterten? Warum darf der mutmaßliche Drogenbeschaffer als armer, reuevoller, betrogener Ehemann dastehen?

Die Musikerin wusste was sie mit den Drogen, Alkohol etc. machte. Definitiv selbst verschuldet. Das war allzu bekannt. Doch damit hat sie sich als musikalisches Vorbild selbst diskreditiert. Eine Glorifizierung ist Fehl am Platz.

Amy 20150716 Kino - Banner

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