Ermüdende Nachtgestalten: Golem in der Neuköllner Oper Berlin

Golem 20150611 Neuköllner Oper - BesetzungAlso konsequent weiter denken: Wenn Maschinen und Projektionen unsere Wahrnehmung beherrschen, dann kann also das Miniorchester schon vor dem Schluss gehen, die Sänger singen erst Halb- und dann Vollplayback und verschwinden auch schon vorm Ende. Verbeugen findet nur als Videoeinspielung statt … Konsequent wäre: gar nicht live spielen und das ganze ins Kino verlagern. Bloß da müssten sich die Macher mit professionell arbeitenden Künstlern messen, die dort Theater erfolgreich zeigen! Und die Neuköllner würden merken, was für ein Know-How aufzufahren ist, um Publikum zu gewinnen.

„Golem“ an der Neuköllner Oper (11. Juni bis 5. Juli 2015) ist selbst als 60 minütige Aufführung eine komplette Enttäuschung – trotz der gefälligen Musik von Nicolae Bretan (1887- 1968).

Auch sind Martin Gerke und Ulrike Schwab Lichtblicke in diesem düsteren Nichts an Inszenierung, die gleichzeitig in drei versetzten Zeitsträngen stattfindet. Und wer hat James Clark und Lars Feistkorn überhaupt besetzt?

Fragen und Schrecken über diese ärgerliche Produktion bleiben. Warum will sich da mit aller Macht jemand abschaffen? Zum Nachdenken regt mich das eher ab (oder eben auch auf).

Golem 20150611 Neuköllner Oper - Banner

Werbung

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s